Das Essen versalzen, die Milch angebrannt und der Kakao auf dem Teppich  verschüttet - was nun? Keine Panik: frag Mutti! Das dachten sich vor rund zehn Jahren auch zwei Studenten als es um ein Rezept für Salzkartoffeln ging. Die Mutter wusste Rat, und die Idee war geboren: eine Internetplattform mit Tipps und Tricks rund um den Haushalt: Frag-Mutti.de.
Inzwischen ist aus der Idee ein Erfolgsmodell geworden: mehr als zwei Millionen Besucher im Monat, eine Community mit 60.000 Mitgliedern und 21.000 Tipps rund ums Kochen und Haushalt. „Der Erfahrungsschatz von Müttern ist sagenhaft“, freut sich Bernhard Finkbeiner, einer der Macher der Seite. „Wer zu Hause Kinder großzieht, hat alles gesehen und weiß eigentlich immer eine Lösung.“ Manchmal bekommen sie verzweifelte Mails von jungen Leuten. Die schicken Bilder von Waschbecken, die nicht sauber werden oder fragen nach Rezepten für ein romantisches Dinner. Das weckt natürlich den Mutterinstinkt bei vielen Userinnen. Und eine Antwort findet sich eigentlich immer. 
Seine eigene Mutter betrachtete die Idee zur Seite anfangs skeptisch, erinnert sich Bernhard Finkbeiner. Heute amüsiert sie sich köstlich, wenn ausgefallene Fragen kommen, die für Mütter zum Alltag gehören. Zum Muttertag selbst empfiehlt er einen Rollentausch. Der Mutter einmal die Arbeit abnehmen und den Haushalt schmeißen. Das zollt Anerkennung für einen Fulltime-Job, der nicht bezahlt und oft nur am Rande wahrgenommen wird.