Blogs gibt es wie Sand am Meer - zu jedem Thema. Um Euch eine Orientierung zu geben, stellen wir jeden Monat einen unserer Lieblingsblogs vor. Diesen Monat den Filmblog: Filmverliebt.
Wer Filme nicht nur einfach so mag, sondern ständig ins Kino rennt, zu Hause Serien schaut und das, was er gesehen hat, auch noch per Filmkritik anderen mitteilen muss, der ist nicht einfach Film-Fan. Er ist verliebt. So wie Florian, der Blogger von Filmverliebt

Filmkritiken auch jenseits des Kinoprogramms
Florian Erbach, von Haus aus Soziologe im Masterstudiengang, wollte sich mitteilen über seine Filmerlebnisse, Lieblingsfilme, Serien, Lieblingsschauspieler, vielversprechende Trailer und echte Filmkatastrophen. Filme waren sein Hobby – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deshalb gründete er Ende 2013 Filmverliebt, den Filmblog für Cineasten aus Leidenschaft. Erst füllte er die Site alleine mit seinen Filmkritiken, dann zusammen mit einem Freund. Nach und nach kamen immer mehr Filmverliebte dazu.
 
In love with movies: Blog filmverliebt.de

„Filme waren von Anfang an meine Leidenschaft und mein liebstes Hobby. So geht es auch allen anderen in der Redaktion. Keiner von uns ist Filmwissenschaftler. Wir sind Amateure im schönsten Sinne. Wir lieben, was wir tun.“  Weil Filmverliebt keinen professionellen Anspruch hat, sondern eine Spielwiese ist, beugen sie sich keinem Berlinale-, Oscar- oder Filmstart-Diktat. Natürlich spielt die Berlinale eine Rolle, aber niemand muss dafür zehn Tage lang von Sonnenauf- bis -untergang ins Kino gehen. Statt täglicher Dauerberieselung vom roten Teppich gibt es ein, zwei erlesene Filmkritiken. 
Zwischen Arthouse und Zombiefilm
Die Filmverliebten machen einfach nur – wie Verliebte eben so sind – was sie wollen. Und das mit einem gewissen Erfolg. Wenn Florian und seine Redaktion Filmkritiken schreiben, dann werden sie von 25.000 bis 30.000 Fans gelesen. Auf Facebook verfolgen etwa 700 Fans ihr Tun. Mal treten sie einen Skandal los, wie im Falle der Manipulation von Bewertungen bei Filmen von Til Schweiger, mal veröffentlichen sie ihre persönlichen Best-Of-Listen mal schreiben sie über Zombie-Filme. Sie sind unabhängig und gerade das macht sie so beliebt. Beliebt bedeutet auch, dass immer mehr Hobby-Filmkritiker Interesse anmelden mitzuschreiben. Studenten sind dabei, Journalisten und Film-Fans, die im bürgerlichen Leben den unterschiedlichsten Berufen nachgehen und nicht versuchen müssen, mit ihrem Hobby etwas zu verdienen. 
 
Grenzenlos verliebt
In love with movies: Blogger Florian Erbach von Filmverliebt
Erlsene Filmkritiken: Filme waren schon immer
Florian Erbachs liebstes Hobby

Je mehr Schreiber zusammenkommen, desto mehr Filme können natürlich geschaut und bewertet werden. Grenzen gibt es nicht. Wer über Katastrophenfilme, Natur-Dokus, Science Fiction oder Stummfilme schreiben möchte, kann das auf Filmverliebt tun. Der Blog ist kein Club, in den nur Berlinale-Dauergänger kommen. Filmverliebt ist Name und Programm; Wer verliebt ist, muss kein Profi-Filmkritiker sein. Da kommt alles „by doing“. Verliebt zu sein, war immer schon ein guter Grund, ins Kino zu gehen. Das gilt auch dann, wenn die Leidenschaft nicht der neuen Flamme, sondern dem Geschehen auf der Leinwand gilt.  
 
Florian, hast du einen Lieblingsblog?
Florian: „Mein Lieblingsblog ist ganz klar pewpewpew, ein Blog über Popkultur. Ich kenne Sascha Brittner schon sehr lange, er hat mich im Grunde auch zum Bloggen gebracht. Er schreibt viel über Filme, Serien, Comics, aber auch sonst viele Dinge aus den Weiten des Internets. Wirklich sehr empfehlenswert – wenn man ein bisschen auf „Nerdkram“ steht.“