• Jeden Monat stellt euch die Journey Redaktion ein spannendes Start-up vor!
  • Wir wollen uns aber nicht auf schöne Versprechungen verlassen, sondern die Angebote selbst ausprobieren.
  • Diesmal: ein digitaler Restaurantführer

MEINE BEZIEHUNG ZUM ESSEN ist mit tiefen Gefühlen verbunden. Ein Teller schlechte Pasta kann mich trauriger machen als eine Woche Dauerregen. Gutes Essen hingegen – etwa ein hervorragender Burger – bringt mich in einen Zustand, der an Verliebtheit grenzt. Versteht sich von selbst, dass ich selten ein Restaurant betrete, über das ich mich nicht vorher informiert habe. Das Start-up Foodguide macht mir das jetzt leichter: Hier kann ich mir das Essen sogar anschauen, noch bevor ich mich an den Tisch gesetzt habe.

Startup Foodguide – Tisch
ZU TISCH! Bei Foodguide findet man Restaurants mit einer intuitiven Bildersuche

Die Idee kam dem Hamburger Malte Steiert bei einem Aufenthalt in Thailand. Begeistert von der Küche dort wollte er in Deutschland einen Ort schaffen, „wo Essen gefeiert wird“, eine Plattform, „die Menschen zum Genuss führt“. Gemeinsam mit seinem Partner Nico Pliquett hat er nun eine App herausgebracht, mit der Foodies in Berlin, Hamburg, München und Köln schnell und intuitiv ein passendes Restaurant finden.

Startup Foodguide – Falafel-Bowl
UM DIE ECKE: Köstlichkeiten wie diese Falafel-Bowl warten manchmal ganz in der Nähe

Das erste Date

Meine erste Begegnung mit Foodguide fühlt sich an wie die Nutzung einer Dating-App. Mir werden unterschiedliche Speisen präsentiert und ich kann mit einem Wischen nach links oder rechts entscheiden, ob sie mir gefallen oder nicht. Gehe ich anschließend zu meinen Favoriten, werden mir nach Entfernung sortiert die Orte angezeigt, wo ich sie verspeisen kann. Am häufigsten nach rechts gewischt habe ich offensichtlich für ein Restaurant gar nicht weit von meinem Arbeitsplatz. Optimal fürs Date: Ich kenn’ es nicht. Unsere erste Begegnung ist wie eine frische Sommerbrise. Luftiger Raum, helle Einrichtung, veganes Essen. Ich entscheide mich für eine Falafel-Bowl, die wahrscheinlich fast so viele gesunde Zutaten enthält wie die Foodguide-App Fotos. Und bin beglückt. Vom Aussehen oder den inneren Werten? Wie so oft beim ersten Date weiß ich das nicht wirklich zu sagen. Trotzdem ahne ich: Da draußen wartet noch viel mehr auf mich.

Startup Foodguide – Bibimbap
SCHARF: Bibimbap, ein Klassiker aus Korea

Fast verliebt

Bestätigt wird meine Vorahnung wenige Tage später. Es ist Mittagszeit, ich suche nach einem nah gelegenen Restaurant. Die App schlägt Koreanisch vor und der grummelnde Magen entscheidet schnell: Da will ich hin. Ich treffe dann einen ganz anderen Typ als kurz zuvor. Ein bisschen dunkel ist es hier, der Raum steht voll mit schwerem Holz, das Essen ist handfester. Doch zufrieden bin ich auch an diesem Tag mit meiner Wahl. Entspannt rühre ich im Bibimbap und freue mich, dass ich Dates mit unterschiedlichen Restaurants haben kann, ohne dass eines eifersüchtig wird.

Startup Foodguide – Salat mit Carnitas
CHARMANTER Bekannter: Salat mit Carnitas

Endlich der Richtige

Das dritte Date. Es fühlt sich alles richtig an. Dieses Restaurant kenne ich schon, doch die Foodguide-Bilder zeigen mir, dass ich auch hier noch neue Seiten entdecken kann. Es ist früher Nachmittag, der große Lunch-Ansturm schon vorbei. Ich bringe meinen kalifornisch-mexikanischen Salat mit Reis, Carnitas und Käse an einen Tisch und dippe Tortilla-Chips in die Guacamole. Manchmal wird ein Date ja auch schön, wenn man sich schon eine Weile kennt. Der Bauch fühlt sich zufrieden an. Schön hier, denke ich, bunt und fröhlich. Vielleicht bleibe ich ein bisschen länger. Draußen regnet’s sowieso gerade.

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Seit 2013 gibt es das „Coca-Cola Founders Network“, das weltweit nach jungen, kreativen und motivierten Gründern sucht, um sie bei der Entwicklung innovativer StartUp-Ideen zu unterstützen. 10 StartUp-Teams aus Metropolen wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Bangalore, Istanbul oder Singapur und Berlin gehören inzwischen dazu.