Es werde Licht – so hellt die Stimmung in den dunklen Monaten auf

Von:  Journey Redaktion 21.12.2015

Es werde Licht

Schon einige Tage vor Weihnachten gibt es für viele Menschen einen Grund zu feiern: Ab dem 21. Dezember werden die Tage endlich wieder länger. Trotzdem leiden im Januar, Februar und März noch viele Menschen unter schlechter Stimmung und Antriebsschwäche – Grund ist Lichtmangel. Journey erklärt die Hintergründe und gibt Tipps, wie man diese Zeit gut übersteht.

Bis Weihnachten ist alles halb so schlimm: Alle stecken in den  Festtagsvorbereitungen und haben unendlich viel zu erledigen. Und kommen wir endlich zur Ruhe, leuchten überall Kerzen und tauchen die Welt in warmes, beruhigendes Licht. Doch spätestens nach der  Silvesterparty kehrt der Alltag zurück, und für viele von uns beginnt eine zähe Durststrecke: Bis zum Frühling sind die Tage oft dunkel und ungemütlich, und so manchem schlagen sie mehr oder minder schwer aufs Gemüt.

Licht steuert unseren Hormonhaushalt

Der Grund dafür: Licht regelt wichtige hormonelle Prozesse in unserem Körper, ohne die Kraft des Lichts kommen sie ins Stocken, unser emotionales Befinden verändert sich. Ein Beispiel: Wird über Auge und Sehnerv kein Licht empfangen, wird das Schlaf-Hormon Melatonin ausgeschüttet. Nur deshalb können wir übrigens nachts gut schlafen.

Beleuchtungsstärke in Gebäuden reicht nicht aus

Stehen wir allerdings im Winter morgens im Dunkeln auf, gehen im Dunkeln zur Arbeit und kehren im Dunkeln nach Hause, ist der Körper den ganzen Tag im Schlafmodus. Das künstliche Licht in Gebäuden erreicht lediglich eine Beleuchtungsstärke von rund 500 Lux – das reicht zum Sehen und Erkennen, doch für den Hormonhaushalt vieler Menschen ist den ganzen Tag Nacht.

SAD – eine traurige Angelegenheit

Die Folgen können regelrechte Winterdepressionen sein, die inzwischen einen Namen haben: Sie werden „saisonal abhängige Depressionen“ genannt, kurz SAD – wie das englische Wort für „traurig“.  Wer sein Problem kennt und  - wenn nötig mit ärztlicher Hilfe – richtig einschätzt, kann seine Stimmung ohne viel Aufwand heben.

Bewölkter Himmel? Besser als nichts!

Abhilfe schafft einzig und allein Licht. Blaues Licht am Morgen stoppt die Produktion des Schlaf-Hormons Melatonin und steigert zum Beispiel den Gehalt des aktivierenden Cortisols. Wer es erfolgreich aus dem Bett geschafft hat, sollte bei Tageslicht schnellstmöglich einen kleinen Spaziergang einplanen, denn auch ein bedeckter Himmel schenkt uns noch rund 2000 Lux starkes Licht.

Technische Unterstützung für die Sonne

Experten empfehlen an Wintertagen mindestens eine halbe Stunde, besser bis zu zwei Stunden unter freiem Himmel, um den Cortisol-Spiegel oder auch die Produktion des Glückshormons Serotonin anzukurbeln – gar nicht so einfach für Berufstätige. Unterstützung bietet die Technik.

Tageslicht fürs eigene Wohnzimmer

Lichtdesigner sind heutzutage in der Lage, mit künstlichem Licht optimale Beleuchtungsarten und -stärken in Gebäuden zu erzeugen, um Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft zu erhöhen – eine kostenintensive und noch nicht sehr verbreitete Praxis. Lichttherapiegeräte für zuhause sind eine Alternative. 

Angebot erschwinglicher Lichttherapiegeräte steigt

Schon ab 100 Euro gibt es Geräte, die mehr Licht in die dunkle Jahreszeit bringen. Wer sich dafür entscheidet, sollte darauf achten, dass die Lampe mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 2000 Lux ausgestattet ist, bis 10.000 sind möglich. Unbedingt sollte sie UV-Licht filtern, um Risiken für Haut und Augen auszuschließen.

Lichttherapie erfordert Geduld

Geräte mit Timer sind sogar in der Lage, uns mit Tageslicht zu wecken und das Aufstehen zu erleichtern. Doch nicht nur die dunkle Jahreszeit, sondern auch die Technik fordert von uns Geduld: Bis die Stimmung merklich steigt, kann es ein paar Tage dauern.


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