„Lebensfreude gelingt in der Kombination aus richtigen Entscheidungen des Einzelnen und den dazu passenden Erzählungen der Gesellschaft über das gute Leben.“


Was fasziniert Sie am Thema Lebensfreude?
Lebensfreude ist enorm wichtig für uns Menschen – und trotzdem erreichen wir sie nicht immer. Dabei sind viele Wege zur Lebensfreude  so einfach zu gehen. Mich fasziniert die Frage, wieso manche Menschen (und Länder) diese Wege nicht gehen und ob sich das verändern lässt. Wie kommt ein Wandel zu mehr Lebensfreude zustande? Kommen die Impulse zuerst „von unten“? Oder brauchen wir einen anderen Rahmen „von oben“? Oder beides?
Was ist Ihr Rezept für Lebensfreude?
Gemeinsam tun, was wichtig und richtig erscheint. Ich arbeite an einem Thema, das mir wichtig ist – und habe dafür materielle Aspekte zurückgestellt. Das mache ich mit einem immer weiter wachsenden Netzwerk wunderbarer Menschen, die sich untereinander sehr bereichern und unterstützen. Ich lerne fast täglich dazu. Und ich versuche ein guter Familienvater zu sein, der seinen Kindern den Weg in ein hoffentlich erfülltes Leben ebnet.
Was reizt Sie daran, als Experte beim Happiness Institut dabei zu sein?
Lebensfreude, Lebenszufriedenheit und Lebensqualität voranzubringen, braucht viele Impulse auf den verschiedensten Ebenen. Ich arbeite oft mit der „großen Politik“ in Berlin zusammen, zum Beispiel im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin. Ganz entscheidend für unsere Zukunft ist aber die Einstellung der einzelnen Menschen zu ihrem Leben und ihrem Umfeld. Das Happiness Institut wird hier wichtige Impulse setzen, Zusammenhänge sichtbar machen, Aktivitäten anstoßen. Das ist eine wichtige Arbeit, zu der ich gerne meine Erfahrung beisteuere.
Aktuelle Projekte
  • Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Regierungsstrategie „Gut leben in Deutschland“ der Bundesregierung.
  • „Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt“: Gemeinsame Visionen für ein gutes Leben entwickeln und daraus konkretes Handeln ableiten.
  • Untersuchung dazu, wie Lebensqualität rund um den Globus definiert und vermessen wird und wie daraus Impulse zur Förderung der Lebensqualität entstehen.
Vita
  • 2012 Lehrbeauftragter an der Hochschule St. Gallen (Blockvorlesung „Den richtigen Fortschritt messen und fördern“)
  • 2009 Gründung der gemeinnützigen Denkfabrik „Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt“ in Frankfurt/Main
  • 1995-2008 Deutschland- und Europa-Volkswirt für führende Banken
  • 2007 Promotion an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar
  • 1992-1995 Ph. D. Studium in Volkswirtschaftslehre an der University of Oregon, USA
  • 1992 Diplom in Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes
Veröffentlichungen