DIVERSITÄT ist ein wichtiges Thema für Coca-Cola. Wir wünschen uns eine offene und tolerante Gesellschaft – ohne Diskriminierung. Deshalb setzen wir uns auch für die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensformen ein, haben die Charta der Vielfalt unterschrieben und sind Mitglied im Bündnis gegen Homophobie.

Konkrete Unterstützung für lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Kollegen (LGBT) bringt seit 2014 außerdem das Rainbow-Netzwerk. Es soll die Kultur der Vielfalt, des Respekts und der Akzeptanz unterstützen.

Ein Gespräch mit der Initiatorin Annette Pampel.

Rainbow Netzwerk

ANNETTE PAMPEL


Wie kam es zur Gründung des Rainbow-Netzwerks?

Im März 2016 haben wir mit den Experten von PROUT AT WORK einen Workshop gemacht, um uns erst einmal darüber zu verständigen, was wir konkret mit dem Netzwerk tun wollen und wie wir Mitglieder dafür gewinnen können.

Wie viele Mitglieder habt ihr inzwischen?

55. Wir haben sehr klein angefangen und freuen uns, dass es inzwischen so viele sind. Das Hissen der Regenbogenfahne am Coca-Cola Headquarter im Juni hat uns einen großen Schub gegeben. Ein toller Tag. Durch diese Aktion konnten wir auch viele „Allies“ gewinnen.

Also heterosexuelle Mitglieder, die eure Anliegen unterstützen...

Genau. Natürlich fragen wir neue Mitglieder nicht, welche sexuelle Orientierung sie haben. Wir freuen uns aber, dass auch viele heterosexuelle Kollegen dabei sind, die sich durch die Mitgliedschaft im Rainbow-Netzwerk solidarisch mit den schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Kollegen zeigen.

Viele Menschen trauen sich nicht, sich am Arbeitsplatz zu outen, weil sie Nachteile fürchten.


Was sind eure zentralen Anliegen?

Zunächst natürlich die Vernetzung an sich – sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit ähnlichen Netzwerken in anderen Unternehmen. Zudem wollen wir ein höheres Bewusstsein und eine stärkere Sichtbarkeit der gelebten Vielfalt an allen Standorten des Unternehmens erreichen. Viele Menschen trauen sich in Deutschland noch immer nicht, sich am Arbeitsplatz zu outen, weil sie dadurch Nachteile fürchten. Dabei zeigt sich oft, dass zum Beispiel auch Klischees überwunden werden können, wenn sich herausstellt, dass der Mensch, der im Büro vielleicht schon lange neben dir sitzt, schwul oder lesbisch ist. Auch aus diesem Grund arbeiten wir für eine Sensibilisierung zum Thema Diversität von Anfang an.

Rainbow Netzwerk

DIVERSITÄT bedeutet für die Mitarbeiter von Coca-Cola: gelebte und geliebte Vielfalt


Inwiefern?

In diesem Herbst startet zum Beispiel ein Pilot-Workshop: Wir werden bei einem jahrgangsübergreifenden Trainee-Treffen und beim Trainee-Onboarding, also im Rahmen von Maßnahmen zu ihrer Integration ins Unternehmen, einen Sensibilisierungsworkshop durchführen.

Welche weiteren Aufgaben stehen an?

Derzeit planen wir eine Umfrage: Wir wollen von den Mitgliedern wissen, warum sie Mitglieder im Rainbow-Netzwerk geworden sind. Was sie von uns erwarten und welche Themen wir als nächstes angehen sollen. Außerdem haben wir schon den Christopher Street Day 2017 im Blick – dieses Jahr hatten wir Kooperationen bei den CSDs in Berlin und Köln, das wollen wir im nächsten Jahr gerne fortsetzen.