• Jeden Monat stellt euch die Journey Redaktion ein spannendes Start-up vor.
  • Wir wollen uns aber nicht auf schöne Versprechungen verlassen, sondern die Angebote selbst ausprobieren.
  • Diesmal: Dress and Friends, eine App, die unseren Kleiderschrank aufräumen soll

Dress and Friends – App

LANGE nicht gesehen! Mit der App von Dress and Friends findet man alte Freunde schneller wieder


DEN ROTEN PULLI hatte ich schon fast vergessen. Das schöne Stück aus der Designkooperation von Uniqlo und Lemaire hat sich beleidigt ganz hinten in den Schrank zurückgezogen. Habe ich ja auch gekauft, als es noch lange nicht kalt genug dafür war. Jetzt ist es kalt, sehr lange schon, aber das rote Kuschelige habe ich noch immer nicht angehabt. Viel zu viel hat sich in der Zwischenzeit davor gedrängt. So geht das nicht weiter, gerade jetzt zur Berlin Fashion Week. Während alle anderen stylish durch die Stadt flanieren, kann ich nicht mit der vorvorletzten Kollektion durch den Berliner Winter stapfen. Die Vernunft sagt: Ich muss dringend aussortieren. Ich ziehe einen Helfer hinzu: die Fashion App Dress and Friends – sie weiß genau, was sonst noch im Kleiderschrank steckt.

Dress and Friends – App

DÜRFEN WIR bleiben? Über die App lassen sich gebrauchte Schätze auch verkaufen


Ordnung, Freundesrat & Marketplace

Dress and Friends beschreibt sich selbst als „das soziale Netzwerk für alle Modebegeisterten, Fashionblogger und Unternehmen aus der Fashionwelt“. Das Start-up aus Nürnberg macht es mir mit der App möglich, einen virtuellen Kleiderschrank anzulegen und meine Outfits in der Dress and Friends-Community zu teilen. Stücke, die ich nicht mehr tragen will, kann ich über die App verkaufen.

Verkaufen, nein, so weit bin ich noch lange nicht. Ich wüsste zum größten Teil noch nicht mal, was. Also geht es los mit der Ordnung im virtuellen Kleiderschrank. Sortieren kann ich nach Accessoires, Schuhen und Klamotten. Ich fange mit einem Gürtel an. Doch wo das Foto machen? Ich brauche länger, mich für einen Hintergrund zu entscheiden als für die Auswahl des Stückes selbst. Nach zwei, drei Versuchen habe ich dann ein Bild, das mir gefällt – ab damit in den virtuellen Kleiderschrank. Zwischendurch schaue ich mir an, was in der App sonst noch so passiert. Scrolle unvernünftig durch Fashion, die zu verkaufen ist, und lese in den Neuigkeiten von Dress und Friends. Die fragen, was meine Vorsätze für 2016 sind. Ich weiß zumindest schon, worauf ich mich 2016 freue. Und fasse einen Vorsatz für heute: Mindestens ein Stück aus meiner privaten Kollektion in jede Kategorie des virtuellen Kleiderschranks zu hängen.

Dress and Friends – App

LIEBLINGSSTÜCKE natürlich ausgenommen


Gürtel, Schuhe, Kleid

Schuhe gesellen sich zum Gürtel. Jetzt könnte ich das soziale Netzwerk fragen, was es von der Fashion hält. In der realen Welt klappt das ja auch – zwar sind die Freunde meist schonungslos, doch hängen sie oft noch ein Kompliment mit dran. Wenn nicht für den Pulli, dann wenigstens für die Frisur. Doch das virtuelle Outfit ist noch lange nicht komplett, ein Kleid muss her, ein Lieblingsstück.

Nach einer halben Stunde habe ich endlich drei Teile in den virtuellen Kleiderschrank gepackt. Habe Größen eingegeben, Farben ausgewählt. Die nächsten gehen sicher schneller, der Hintergrund ist festgelegt. Wobei, vielleicht ziehe ich auch einfach an, was da jetzt hängt. Sieht schön aus und hatte ich schon lange nicht mehr an.


Seit 2013 gibt es das „Coca-Cola Founders Network“, das weltweit nach jungen, kreativen und motivierten Gründern sucht, um sie bei der Entwicklung innovativer StartUp-Ideen zu unterstützen. 
10 StartUp-Teams aus Metropolen wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Bangalore, Istanbul oder Singapur und Berlin gehören inzwischen dazu.