Der innere Sonnenschein: Warum wir von Geburt an Optimisten sind

Von:  Journey Redaktion 05.09.2014

Warum wir alle Optimisten sind

Die Forschung zeigt's: Optmismus ist in unserem Hirn verankert - und lohnt sich!

Wie sieht die Welt von morgen aus? Geht sie unter? Oder werden wir Mauern und Grenzen überwinden? Wie es scheint, gehört die Welt den Optimisten. Auch wenn jeder weiß, dass es nicht immer so gut ausgeht.

Wie entsteht Hoffnung? Was bringt uns dazu, frohgemut in die Zukunft zu blicken? Die israelische Neurowissenschaftlerin Tali Sharot hat herausgefunden: Positives Denken ist in der Struktur unseres Gehirns angelegt.

Derzeit forscht sie am University College in London und hat ein weithin beachtetes Buch veröffentlicht: „Das optimistische Gehirn: Warum wir nicht anders können, als positiv zu denken“. Darin schreibt sie: „Wir haben die rosarote Brille auf, als Acht- wie als Achtzigjährige … Dabei sind wir uns unserer Neigung zum Optimismus oft gar nicht bewusst. Im Grunde ist (...) Optimismus gerade deshalb so machtvoll, weil er – wie viele andere Illusionen – gar nicht vollständig unserer bewussten Entscheidung zugänglich ist.“

Sharot untersuchte in zahlreichen Studien die Hirnaktivität mittels eines fMRT, einem bildgebenden Verfahren, mit dem man dem Gehirn praktisch beim Denken zusehen kann. Damit gelang es ihr, die Schaltkreise der Zuversicht aufzuspüren. Ihre Erkenntnis: Unsere Neigung zum Optimismus ist auf neuronaler Ebene festgeschrieben – und entscheidend dafür, wie wir unser Leben leben. Die meisten Menschen besitzen eine positive Weltsicht – auch wenn es ihnen selbst gar nicht bewusst ist. Es scheint, dass Optimismus sogar entscheidend ist für unsere Existenz.

Selbst Menschen, die die Entwicklung der Welt negativ einschätzen, erwarten für sich selbst und ihre Familie überwiegend Positives, sie halten ihre Kinder für begabter, sich selbst für attraktiver als der Durchschnitt. Bessere Autofahrer sind sie natürlich auch.

Die meisten Menschen haben also von Geburt an einen Schalter für den inneren Sonnenschein. Von Kindesbeinen bis ins hohe Alter rechnen sie mit Erfreulichem: hohe Lebenserwartung, besondere Fähigkeiten, Erfolgsaussichten.

Und das ist gut so! Denn Optimismus verändert die Realität. Er verändert die Art, wie wir die Welt sehen und kann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden. So war, trotz Kriegen und Finanzkrisen, der Optimismus in den USA nie zuvor größer als im Jahr 2008, als ein Mann die schlichten Worte sprach: „Yes we can!“.

Positive Gedanken, so Sharot, stärken den Mut. Sie lassen uns mehr wagen und deshalb auch mehr gewinnen! Und: Sie machen uns nicht nur fröhlicher, sondern auch gesünder.


Thema:

Songs of Happiness