Wir basteln uns den perfekten Herbst. Wir nehmen etwas Grün, Gelb, Orange, Rot und Braun. Das alles packen wir in einen einzigen Wald! Der Indian Summer in Neuengland und Kanada gehört zu den spektakulärsten Naturereignissen des Jahres. Bei dem Anblick kommt garantiert keine Herbstdepression auf! Aber nicht nur in Nordamerika können wir sensationelle Herbstimpressionen erleben, sondern auf der ganzen Welt. Auf einen Goldenen Oktober!
 
1. Kyoto, Japan
Die Japaner interessieren sich sehr dafür, wie sich die Bäume über das Jahr verändern. Kirschblüten tauchen seit mehr als 1.000 Jahren in der japanischen Kunst auf. Herbstblätter sind  dort ähnlich weit verbreitet. Es gibt sogar einen Namen für Leute, die nach den bunten Blättern  im Herbst Ausschau halten: momijigari. Das heißt übersetzt so viel wie „rote Blätter jagen“.
Kyoto ist eine der ältesten Städte Japans. Es gibt dort überall Tempel, Parks und Flüsse, die von Bergen umgeben sind. Deshalb ist es eine besonders schöne Kulisse für explosive Herbstfarben.
Kyoto
Foto: Kyoto Travel

 
2. Die Blue Ridge Mountains in Asheville, North Carolina
Der Gebirgszug im Osten der USA erstreckt sich über eine beträchtliche Höhe. Die Täler liegen in rund 460 Metern Höhe, der Mount Mitchell ist mehr als 2000 Meter hoch. Darum ist die Zeit des Herbstlaubs extrem lang. In den Höhenlagen entfalten die Bäume schon jetzt, Anfang Oktober, ihre volle Herbstfarbe. „Im Normfall ist die Farbenshow sehr lang, weil sie langsam die Berge runterwandert. Aber Mutter Natur hat das letzte Wort. Darum sollten Besucher vorher das Wetter checken und den regionalen Farbenreport anschauen“, sagt Dodie Stephens vom dortigen Besucherzentrum. Diese wöchentlichen Meldungen gibt’s hier!
Asheville


3. Die Laurentinischen Berge in Quebec, Kanada
Die Laurentinischen Berge gelten als eine der ältesten geologischen Formationen der Erde. Einige Felsen sind mehr als 540 Millionen Jahre alt. Der Mont-Tremblant Nationalpark ist nur
90 Minuten von Montreal entfernt und bietet eine Fülle von farblich außergewöhnlichen Birken, Buchen und Ahornbäumen. Der Höhepunkt der herbstlichen Farbpracht liegt im Oktober.

Quebec
Foto: Tourisme Quebec

 
4. New-Forest-Nationalpark, England
Der Name des „Neuen Waldes“ in Südengland ist missverständlich. Denn seine Grenzen wurden schon 1079 gezogen. Sie markierten das königliche Jagdrevier von William, dem Eroberer. Dort erlegte er Wildschweine, Rehe und andere Waldbewohner. Rothölzer, Eichen, Buchen, Eiben und Stechpalmen sind unter den verschiedenen, immergrünen Bäumen, die im Herbst eine kontrastreiche Farbenexplosion garantieren. Die schönsten Blätter erkunden Besucher mit dem Kajak über den Fluss Beaulieu, oder sie wandern einfach die zahlreichen Wege des 219 Quadratmeter großen Nationalparks entlang. Geschichtsfan? Kein Problem, es gibt im Wald mehr als 600 historische Bauten!
New Forest
Foto: VisitEngland

 
5. Central Otago, Neuseeland
Ein geringer Niederschlag und extreme Temperaturen: Im Distrikt Central Otago auf der Südinsel gibt es Herbstfarben wie sonst nirgendwo anders in Neuseeland. Exotische Bäume verfärben sich in ein Gelb, strahlendes Gold oder feuriges Orange. Weinreben zeigen eine große Palette an Rotverfärbungen. Und an einem perfekten Tag sehen Besucher dazu einen azurblauen Himmel.
Central Otago
Foto: David Wall/Tourism New Zealand

 
6. Denali Park, Alaska
In dem rund 24 5000 Quadratkilometer großen Nationalpark steht der höchste Berg Nordamerikas, der Mount McKinley. Die Herbstsaison an den Bäumen in Alaska beginnt schon sehr früh, vor allem wegen der Lage und extremen Höhenlage. „Das schönste Herbstlaub gibt es von August bis Anfang Oktober. Die meisten Touren, die wir zum Betrachten der Blätter anbieten, finden im September statt“, sagt Bri Gordon vom Tourismusbüro.
Denali Park
Foto: Frank Flavin/State of Alaska

 
7. Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark, Schottland
Die Schönheit dieser schottischen Region inspirierte 1810 Walter Scotts Gedicht „Das Fräulein vom See“. Aber der Nationalpark lässt sich andersherum auch von der Literatur inspirieren. Der Wanderweg „Puck's Glen“ ist beispielsweise ein bezaubernder Pfad, der nach dem Elf aus Shakespears „Sommernachtstraum“ benannt ist. Außerdem gibt es einen speziellen Kunst-und-Literatur-Wanderweg, der viele kreative Geister huldigt, die die Region in ihren Gedichten und Gemälden unsterblich gemacht haben.
Trossach's National Park
Foto: Colin Paterson/Scottish Viewpoint

 
8. Paris, Frankreich
Paris ist bekannt für die Liebe. Kaum eine andere Jahreszeit könnte so romantisch sein wie der Herbst. Dutzende von Parks, gothische Kathedralen, gemütliche Cafés und antike Friedhöfe, gewürzt mit Wegen aus Kopfsteinpflaster: Paris ist wie gemacht für den Herbst!
Paris
Foto: Atout France/Michel Angot

 
9. Rondane-Nationalpark, Norwegen
Der älteste Nationalpark Norwegens ist voller Rentiere, tiefer Wälder und zehn Bergerhebungen, die eine Höhe von mehr als 2000 Metern erreichen. Damit ist er so etwas wie ein nordisches Wunderland. Im Herbst erwacht der Park zum Leben, mit Herbstfarben, die einen beeindruckenden Kontrast zu den schneebedeckten Kämmen schaffen.
Rondane National Park
Foto: Anders Gjengedal, Visitnorway.com/Innovation Norway.

 
10. Engadin, Schweiz
Das Hochtal im Kanton Graubünden zeigt sich im Herbst von seiner schönsten Seite. Die mächtigen Berge der Schweizer Alpen, die das Tal umgeben, sorgen dafür, dass es im Sommer meist trocken bleibt. Dazu kommt jede Menge Sonnenschein und knackige Bergluft. Dieser Mix sorgt für ein lebendiges Gebirge mit wunderschönen Farben während der Herbstsaison.
Engadin

 
Wo steckt der Indian Summer in Deutschland?
Schickt uns eure schönsten Herbstfotos an 
journeydeutschland@gmail.com!