Sorgen, Ärger, Pläne – das meiste davon lenkt unsere Gedanken entweder auf die Vergangenheit oder die Zukunft. Obwohl wir gerade an einer kreativen Idee laborieren, kreisen unsere Gedanken insgeheim noch um das vergangene Meeting und doktern an der Frage herum, was wohl der Chef mit seiner seltsamen Andeutung oder der Kollege mit der spitzen Bemerkung im Schilde geführt haben könnte. Oder wir träumen uns auf die Aussteigerinsel, wenn der Stresspegel im Büro mal wieder bis zur Decke steigt. Am besten nachher noch schnell den Lottoschein ausfüllen. Vielleicht klappt es ja diesmal mit dem großen Glück. Mal ehrlich: Wahre Freude und Zufriedenheit sehen anders aus. In solchen Situationen fehlt uns vor allem eines: Achtsamkeit.

Jochen Mai / Foto@Philippe Ramakers
Blogger Jochen Mai wird für Coca-Cola Journey zum Glückssucher

Was sich – leider – so anhört wie esoterisches Taichi Bumbeidschi, ist tatsächlich eine Methode der Wahrnehmungslenkung. In der Wissenschaft ist Achtsamkeit (engl. mindfulness) auch bekannt als „intensive Aufmerksamkeit, die wir auf die Gegenwart richten". Oder einfach ausgedrückt: Wer achtsam ist, konzentriert sich auf das Hier und Jetzt. Und das ist ein probater Weg aus dem Hamsterrad des Alltags heraus.

Achtsamkeit senkt den Stress

Sich den Moment bewusst zu machen, ihn wirklich leben, womöglich sogar genießen – das ist ein inzwischen erprobtes und bewiesenes Gegenmittel zu steigendem Stress, Zerstreuung oder Verdruss im Job. Aber nicht nur dort.

Der Psychologe Ulrich Ott von der Universität Gießen befasst sich seit Jahren mit dem Thema. Seine Untersuchungen zeigen: Achtsamkeit macht Menschen stabiler und gesünder.

Der Glückssucher

Eine australische Studie von Belinda Ivanovski und Gin Malhi wiederum belegt, dass Achtsamkeitstraining insgesamt zu mehr Feingefühl, Konzentration und Offenheit führen kann.

Der Berliner Psychologe Willi Zeidler fand bei seinen Untersuchungen heraus, dass Achtsamkeit sogar die Schreckhaftigkeit verändert. Achtsame Menschen reagieren demnach auf Stressreize messbar weniger verspannt.

Die gute Nachricht daran ist: Achtsamkeit ist nichts, was manchen in die Wiege gelegt wäre und anderen nicht. Das besondere Bewusstsein lässt sich lernen und trainieren.

Wie lässt sich Achtsamkeit lernen?

Coca-Cola Deutschland – Der Glückssucher – Achtsamkeit
Im Hier und Jetzt nervt kein Chef

Zunächst einmal ist wichtig, sich nicht mehr treiben und hetzen zu lassen. Auch wenn der Druck gerade steigt, nehmen Sie sich trotzdem kurz die Zeit, sich innerlich aus der Gleichung herauszunehmen und sich ganz auf den Moment und Ihre innere Stimme zu konzentrieren. Machen Sie sich den Augenblick bewusst, um daraus sogar mentale Kraft zu schöpfen.

Hört sich doch noch esoterisch an? Dann ein Beispiel:

Der Chef hat eine Frage und erwartet Ihre Antwort per Mail – natürlich subito. Statt jetzt wie ein Getriebener in die Tasten zu hauen (und womöglich Fehler zu machen), halten Sie kurz inne. Denken Sie nicht an den Chef, die Folgen Ihrer Antwort oder deren Timing, sondern nehmen Sie Ihre Gefühle gerade bewusst wahr. Lesen Sie seine Mail noch einmal aufmerksam durch, versuchen Sie zu spüren und zu verstehen, was in Ihrem Chef dabei vorgegangen sein könnte - dann formulieren Sie in Ruhe eine Antwort. Bewusst. Gelassen. Souverän.

Coca-Cola Deutschland – Der Glückssucher – Achtsamkeit
HAMSTERRAD anhalten: Der erste Schritt zu Gelassenheit und Souveränität 

Voilà, das ist Achtsamkeit. Und nur eine mögliche Form, seine inneren Signale bewusster zu bemerken.

Natürlich gelingt das nicht in jedem Moment. Muss es auch nicht. Aber das Konzept lässt sich mit etwas Übung immer wieder in den Alltag integrieren. Der Effekt dieser Kurzmeditation ist, dass Sie unabhängiger werden gegenüber spontanen Impulsen, statt dem Stress dem Hier und Jetzt mehr Aufmerksamkeit schenken, Augenblicke bewusster erleben und nebenbei Ihre Sinne schärfen. Und das ganz ohne Aussteigerinsel und Lottoglück.

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