„DEUTSCHE Muttersprachler haben es gut. Denn sie dürften die einzigen sein, die mit der Tatsache zurechtkommen, dass es im Deutschen drei Artikel gibt. Aber auch der Muttersprachler steht immer wieder vor Zweifelsfällen. Zum Beispiel: Heißt es nun „die“ Coca-Cola oder „das“ Coca-Cola?

Um es kurz zu machen: Es geht beides. In Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz gilt es vor allem „das Coca-Cola“ herüberzureichen, im sonstigen deutschsprachigen Gebiet ist „die Coca-Cola“ üblich. Der Duden legt sich übrigens auch nicht fest. Wir bei Coca-Cola in Deutschland haben zwar keinen Anspruch auf die Entscheidung der Sprachregelung, aber auch wir sagen „die Coca-Cola“ oder „die Coke“.

Und warum ist das so? Eigentlich ganz einfach: Entscheidend ist nicht der Markenname, sondern der Oberbegriff, der auf den Namen abstrahlt, in diesem Fall „die Limonade“. Jetzt kann natürlich jeder daherkommen und sagen: „Es ist das Getränk, das Erfrischungsgetränk“. Stimmt auch wieder. Manch einer sagt auch, es gehe bei der korrekten Wahl des Artikels um die Darreichungsform: die Flasche mit Coca-Cola zum Beispiel. Es könnte aber auch das Glas gemeint sein. Der Fall bleibt verzwickt.

Einfacher wird es auch nicht, wenn gemixt wird. So geschehen in Form von mezzo mix. Was gilt nun? Der Mix? Also „der mezzo mix“? Wohl kaum. Das Mix-Getränk, also „das mezzo mix“. Schon eher. Die Cola? Die Orange? Oder die Flasche mit der Limonade, also „die mezzo mix“? Genau die hat sich bei uns durchgesetzt. Klingt irgendwie am besten, finden wir, und wissen auch nicht recht, ob wir das durch irgendeine grammatikalische Regel untermauern können.

Alles klar? Wenn nicht, einfach fragen. Einmal im Monat beantworten wir an dieser Stelle Fragen, die wir über Facebook, Twitter, E-Mail oder Telefon erhalten haben.

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Claudia Wurm – Consumer Interaction Center
CLAUDIA WURM leitet das Consumer Interaction Center von Coca-Cola. Sie hat auf fast jede Frage eine Antwort.