WAS TREIBT EINEN ECHTEN COKE-FAN AN? Wir haben mit Christoph gesprochen. Im Coca-Cola Freundeskreis, der Plattform für Coke-Fans, nennt er sich „Noise“. Doch Christoph Brinkmann ist vor allem bekannt für seinen Coca-Cola Bulli, Model T3 aus dem Jahr 1986. Hier erzählt er seine Geschichte. 

Hallo Christoph, wie hat deine Sammelleidenschaft begonnen?

„Ich hab auf dem Flohmarkt mal ein verwittertes Coke Emaille-Schild entdeckt. Das fand ich so cool, dass ich es mitnehmen musste. Und so hat sich die Sammelleidenschaft für Coke Artikel peu à peu entwickelt. Wir sind mittlerweile echte Fans und sind im Besitz so manch rarer Gegenstände.“

Was verbindet dich mit Coca-Cola?

„Als ich vier war, Mitte der Achtziger Jahre, musste mein Vater mit unserer Familie beruflich nach Israel ziehen. Dort war Coca-Cola noch nicht so bekannt. Immer wenn wir in Deutschland zu Besuch waren, wollte ich obligatorisch zu McDonald’s und natürlich eine Coke dazu. Da habe ich mich als kleiner Junge immer tierisch drauf gefreut. Die Marke Coca-Cola verbinde ich also immer auch mit Kindheit und Heimatgefühl.“

Gute-Laune-Bulli – Coca-Cola Journey

SEINE LEIDENSCHAFT ist peu à peu gewachsen, sagt Christoph

Wie bist du zu deinem Bulli gekommen?

„Wir haben ihn letztes Jahr nach unserem Kurzurlaub in Frankreich auf der Heimreise zufällig entdeckt. Ich hatte schon immer ein Faible für Oldtimer und konnte dem Angebot nicht widerstehen.“

Und war er da schon im Coke Design?

„Nein, es war ein ganz normaler weißer Kastenbus, der von einem Elektrofachbetrieb genutzt wurde.“

Wie kam die Dose aufs Dach?

„Bei Ebay haben wir die rote Dose gefunden. Sie stammt ursprünglich aus der Gastronomie und wurde als Eckschrank benutzt. Dann stand sie in unserer Wohnung und uns wurde klar, dass sie doch eher für den Bus geeignet ist. Das Problem war allerdings die Beständigkeit. Sie besteht hauptsächlich aus gepresster Pappe. Deswegen habe ich mir Parkettlack aus dem Baumarkt geholt und die Dose in dem Lack getränkt und witterungsbeständig gemacht. 

Wie schnell kann man mit der Dose auf dem Dach fahren?

Mit der Dose kann man schon auch die Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h fahren, das macht aber nicht wirklich Spaß, weil die Windgeräusche dann zu laut sind. Generell sollte man den Bus eher gemütlich mit 90 km/h rollen lassen.

Gute-Laune-Bulli – Coca-Cola Journey
EINGEWANDERT aus Frankreich: Christophs Coca-Cola Bulli gehörte zuvor einem Elektriker

Wie lange hast du gebraucht, um den Bus komplett umzugestalten?

„Das war ein Jahr Arbeit. Letztes Jahr gegen Ende des Sommers habe ich die Farbe ausgebessert und geschaut, dass die Elektrik funktioniert. Erst im Februar ging es dann los mit der Gestaltung. Wir haben das Coca-Cola Logo aufgebracht und die Felgen überarbeitet. Seit April ist er im aktuellen Design.“

Ist die Inneneinrichtung auch Coke-like?

„Ja. An der Wand der Fahrerseite ist jetzt eine große Coca-Cola Lampe welche als Innenraumleuchte dient, dann haben wir eine klappbare Schlafbank eingebaut, unter der unser 80er-Jahre Coca-Cola Kasten steht. Auf dem Armaturenbrett ist ein Coca-Cola Becher sowie diverse alte Flaschenöffner. Im ganzen Auto finden sich also Coca-Cola Elemente wieder.“

Willst du das das noch weiterentwickeln?

„Der Bulli unterliegt einem ständigen Wandel. Was noch draufkommt ist die Coca-Cola Welle, die außen einmal ganz herum gehen soll um den Coke Look zu vervollständigen. Außerdem haben wir im Juni eine zwei Meter große Coca-Cola Flasche gekauft. Die stand wohl mal in einem Getränkemarkt als Dekoration, dafür sind wir extra in den schönen Harz gefahren. Derzeit präparieren wir sie, um sie anstelle der Coke-Dose auf dem Dach anzubringen. Wenn das Budget mal da ist, wird der Bulli auch noch einmal komplett neu lackiert.“

Coke-Sammler Christoph

DAUMEN HOCH: Christophs Bulli hat gute Laune an Bord


Wie sind die Reaktionen auf der Straße?

„Die Leute am Straßenrand haben oft einen grimmigen Blick. Wahrscheinlich weil sie gerade in Gedanken vertieft sind oder in mitten ihres Alltags stecken. Dann sehen sie den Bus und man kann von den Lippen ablesen, wie sie „Coca-Cola“ sagen. Wenn sie das Gesamtbild sehen, also auch die Dose auf dem Dach, haben sie meist ein breites Grinsen im Gesicht. Entgegenkommende Fahrer halten den Daumen hoch. Es ist einfach ein Gute-Laune Bus.“

Was darf bei einem Ausflug nicht fehlen?

„Wir müssen Coca-Cola im Bus haben, das geht quasi nicht anders. Wir haben so einen kleinen Auto-Kühlschrank, da passen vier Flaschen rein. Wenn wir bei einem Oldtimer-Treffen sind, spannen wir erst einmal unseren Coke Sonnenschirm, bauen unseren Klapptisch auf, breiten die Tischdecke aus – und genießen dann eine gut gekühlte Coke.“