„AUF DER TERRASSE gibt’s nur Kännchen!“ Wer diesen Satz hört, hat normalerweise falsch entschieden. Er sitzt auf der falschen Terrasse, wollte Latte Macchiato im Glas statt Filterkaffee und überlegt in diesem Moment noch einmal neu. Will er sich von einem unfreundlichen Kellner den sonnigen Nachmittag verderben lassen, sich streiten, das Café wechseln? Im Zweifel denkt er „Oh Mann, so was von Steinzeit.“ Und er hat Recht.

„Wer im Getränkehandel einen Kasten Coca-Cola kaufen möchte, kann dort reinpacken, was immer er möchte.“

Bei Coca-Cola bekommen die Konsumenten schon seit den 70er Jahren, was sie wollen. Und zwar genau das. Wer im Getränkehandel einen Kasten Coca-Cola kaufen möchte, kann dort reinpacken, was immer er möchte: Coca-Cola, Coke light, Fanta, Sprite Zero, Cherry Coke, Lift, Coke Zero Sugar – bis der Kasten voll ist. Nicht nur der Familienvater genießt die Freiheit. Auch im Single-Haushalt erfreut sich der Mix-Kasten großer Beliebtheit. Wer will schon jeden Tag das Gleiche trinken?

So sehr das Kaffeekännchen auf der Terrasse für eine gewisse deutsche Spießigkeit steht, so fortschrittlich ist die Deutsche Mix-Kiste im Vergleich zum internationalen Markt. Der eigenen Kreativität beim Mischen freien Lauf zu lassen ist nämlich in anderen Ländern keineswegs selbstverständlich. Dabei wird die Idee vom selbst mischenden Kunden ausgesprochen gut angenommen. Etwa 80 Prozent der Ein-Liter-Flaschen werden in kompletten Kästen verkauft – wie auch immer sich diese zusammensetzen.

Mischen ja, Schleppen nein

Die Coca-Cola Mischkiste
In Sachen Mischkasten ist Deutschland klarer Vorreiter auf dem internationalen Markt. Und dabei hat sich seit dem 70er Jahren einiges getan: Zum einen schleppt der Konsument keine 12 Glasflaschen mehr nach Hause, sondern 12 leichte, wieder befüllbare Kunststoffflaschen. Zum anderen hat er heute deutlich mehr Auswahl als zu Anfang der fröhlichen Mischzeiten.

Auf die Freiheit!

Wie aber löst der Gast das Problem mit dem Kellner und der Terrasse? Er könnte natürlich aufstehen und gehen; er lässt sich eben nicht gerne bevormunden. Macht er aber nicht. Nach einem ganzen Kännchen Kaffee steht ihm nicht der Sinn, eigentlich noch nicht einmal mehr nach einem Heißgetränk. Die Sonne scheint. Er entscheidet sich um und bestellt eine Coke. Nachmittag und Laune gerettet.