Blogs gibt es wie Sand am Meer - zu jedem Thema. Um unseren Journey-Lesern eine Orientierung zu geben, stellen wir jeden Monat einen unserer Lieblingsblogs vor. Diesen Monat: DADDYlicious.
Kinderzimmer einrichten, Elterngeldantrag stellen, Fläschchen kaufen: Wer zum ersten Mal Nachwuchs erwartet, hat eine Menge Fragen. Antworten finden sich meist auf den unzähligen Mamiseiten im Netz. Nur fällt in dem Gefüge aus Mamis und Hebammen einer hinten runter, der auch was wissen will: der Vater.

Lost im Mami-Universum

Genau an dem Punkt befanden sich die beiden Freunde Mark Bourichter und Kai Bösel, als sie vor zwei Jahren den Bäuchen ihrer Frauen beim Wachsen zusahen. Sie wollten vieles erklärt bekommen, suchten nach Tipps und fanden kein einziges Angebot für werdende Väter. 
Blogoskop Juli: DADDYlicious
Das Logo sagt's: Dad is King!

„Wir haben uns einmal tief in die Augen geguckt und gesagt, das ist eine Marktlücke. Wir wollten dem Vater eine Heimat im Netz bieten,“ erinnert sich Mark. Danach war schnell entschieden, dass ein Onlinemagazin für Väter entstehen sollte. So entstand daddylicious.de. Die vielen Väter, die seitdem auf der Seite Rat, Spaß und Austausch suchen, geben den beiden Recht. Es war längst an der Zeit für eine Kinderseite aus männlicher Perspektive. Etwa 4.000 Daddys diskutieren inzwischen mit Mark und Kai auf Facebook, 20.000 Besucher im Monat finden Rat, neulich wurde DADDYlicious mit dem Preis für Onlinekommunikation ausgezeichnet und einmal pro Woche schreiben sie als Papa-Experten für Stern.de.

Zwischen Elterngeld und Autotest

Und worin liegt nun der Unterschied zwischen Mamiblogs und DADDYlicious? Zunächst einmal in der Herangehensweise: Daddylicious.de ist streng genommen gar kein Blog, sondern ein Onlinemagazin. „Wir führen kein Onlinetagebuch über unsere Erfahrungen mit unseren Kindern. Wir wollen den Leuten die Hilfestellung bieten, die sie suchen. Als ich beim Geburtsvorbereitungskurs war, gab es dort eine halbe Stunde, in der die Väter sich alleine unterhalten konnten. Da kamen unzählige Fragen auf. Das war für mich ein Grund zu sagen, die muss man doch beantworten können.“ Genau das probieren Kai und Mark. Sie beraten beim Ausfüllen des Elterngeldantrags, geben Empfehlungen, wie und wann ein Vater am besten Elternzeit nimmt und zeigen, was es an notwendiger Babyausstattung und Kinderkram alles gibt. „Wir zeigen sehr subjektiv und ehrlich, welche Produkte gut sind und welche nicht.“ DADDYlicious stellt tolle Produkte, coole Spielsachen und sinnvolle Anschaffungen für die Eltern vor. Der Themenstrauß ist bunt, die Empfehlungen reichen vom Schnuller bis zum Familienauto. „Die Autoanschaffung beschäftigt Väter. Bisher hat der Kleinwagen gereicht und auf einmal stellt sich die Frage, reicht der Gurt im neuen Wunschauto überhaupt um einen bestimmten Kindersitz?“
Dabei richtet sich das Magazin vor allem an Männer, die als Väter ein Paralleluniversum entdecken. Männer, die sich Kinderwagen anschauen, Wickelplätze in Cafés – also für sie ganz neue Themen haben, zu denen sie jemanden fragen möchten – nämlich die Jungs von DADDYlicious. Die stehen ihm mit Antworten auf allen Social Media Kanälen, mit Testergebnissen, Checklisten und Ratschlägen zur Seite. So füllen die Daddys die Lücke, die die Gesellschaft lässt, wenn sie zwar Anforderungen an den modernen Vater stellt, ihm aber kaum Möglichkeit gibt, sich zu orientieren.
Leser und Fans haben die Autoren von DADDYlicious inzwischen nicht nur unter den werdenden, jungen und erfahrenen Vätern; auch Mütter besuchen gern die Seite. Die Themen sind einfach interessant für Eltern und die „eher kernige Schreibe“ spricht jeden an, der es gerade heraus und weniger blumig mag.

Promidaddys und Skater

Blogoskop Juli: DADDYlicious Homepage
Auch prominente Väter wie Matthias Schweighöfer kommen bei DADDYlicious zu Wort.

Zu Wort kommen auf der Väterseite aber nicht nur die beiden Chefs, sondern auch verschiedene Gastautoren und Interviewpartner. Schließlich sind nicht alle Kinder im Sandkastenalter, sondern zwischen Babydasein und Abitur unterwegs. Neulich erklärte ein Gastautor, warum Skateboarden die Kleinen fürs Leben fit macht und das Interviewformat „10 Fragen an Daddy...“ wurde zuletzt von Matthias Schweighöfer beantwortet. Das ist die Mischung, die Mark und Kai selbst sehen wollen. „Die Seite ist serviceorientiert und lustig. Das schweißt Väter zusammen. Als Vater von kleinen Kindern lässt man seine eigene Kindheit wieder aufleben. Da wird die Carrerabahn wichtig oder die Frage: Wie baue ich einen Lenkdrachen?“ Viele Fragen haben die beiden Chefdaddys auch für sich noch nicht geklärt. Die eigenen Kinder sind erst zwei Jahre alt, Ansprüche und Bedürfnisse ändern sich täglich. Die Daddys wachsen mit – und mit ihnen DADDYlicious.

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