Drei Minuten – länger braucht man nicht bis zur Rundum-Erfrischung durch eine Coke. So lange brauchen wir auch für unser erfrischendes Interview mit dem Schauspieler Raúl Richter bekannt aus der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Kurz vor elf am Vormittag. Raúl Richter sitzt schon vor dem vereinbarten Termin im Restaurant am Ku'Damm in Berlin und frühstückt. Eigentlich ist er gerade etwas gestresst – Umzug,  Ärger wegen seines geklauten Motorrades – doch dann kommen wir ins Plaudern. Will er wirklich aufhören bei Deutschlands erfolgreichster Daily Soap? Nebenbei erfahren wir, warum der Mädchenschwarm aus dem Vorabendprogramm mit zweitem Vornamen Amadeus heißt.

Coke, Coke Light oder Coke Zero?
„Coke Life hätte ich gerne, mit Stevia. Die gibt es in Deutschland bislang leider nicht. Ansonsten Coke Zero.“

Raúl Richter
Einfach smart: So lieben ihn die Fans

Bild: Lars Jacobsen

Gute Zeiten...
„...habe ich, wenn ich Zeit zum Relaxen habe. Ich bin dann gerne auch mal alleine, brauche aber Aktivitäten. Ich kann nicht stundenlang am Strand liegen, sondern muss Kitesurfen oder andere Action haben.“

Schlechte Zeiten...
„…sind Tage, an denen ich krank bin, auch wenn es nur eine Erkältung ist. Der Körper fährt sofort runter und wird empfindlicher. Aber auch wenn es meiner Familie schlecht geht oder Probleme nicht geklärt sind.“

Deine erste Szene bei GZSZ?
„Mein Stiefvater hat mir in der Szene gesagt, dass Jo Gerner mein leiblicher Vater ist. Daraufhin musste ich dramatisch in die Kamera gucken und den Namen wiederholen: 'Gerner!' Wenn ich das jetzt sehe, schäme ich mich (lacht)“

Deine coolste Szene bei GZSZ?
„Ich fand die Szenen cool, in denen ich entführt wurde. Das hat Spaß gemacht. Genauso wie ein Autounfall, bei dem ich mich mit meinem Halbbruder überschlagen habe oder die Fahrten mit dem Motorrad.“

Gibt’s eine Szene, auf die du besonders oft angesprochen wirst?
„Kürzlich gab es eine Szene, in der ich Pornodarsteller war.“

Der schlechteste Satz, der jemals in deinem Drehbuch stand?
„Schwierig. Ich ändere in der Regel die Sätze, die ich schlecht finde. Wir Schauspieler schmunzeln manchmal, wenn wir in den Büchern Sätze lesen wie: 'Dominik fällt vom Glauben ab'. So etwas ist natürlich schwer darstellbar. Wir müssen dann unseren eigenen Weg finden, das schauspielerisch umzusetzen.“

Hiken im Himalaya oder Snowboarden in den Alpen?
„Das ist gemein. Ich war letztens im Himalaya zum ersten Mal Hiken. Darum würde ich jetzt sagen: Snowboarden in den Alpen.“

Dein Lieblingsort auf der Welt?
„Es gibt so viele. Ich liebe Barcelona, hab' mich in Stockholm verliebt und finde es auch am Strand in Miami geil. Oder auf Ko Samui in Thailand. In Boracay auf den Philippinen habe ich Kitesurfen gelernt, das war auch super.“

Dein Lieblingsplatz in deiner Heimat Berlin?
„Ich bin in West-Berlin aufgewachsen, darum ist das mein Kiez. Charlottenburg, Ku'Damm, Savignyplatz. Im Osten finde ich es etwas zu touristisch. Man trifft kaum echte Berliner.“

Welches Essen magst du überhaupt nicht?
„Mich kann man eigentlich mit allem begeistern. Auf Innereien steh' ich nicht so. Dschungelcamp wäre also schwierig.“

Was spielst du am Klavier: Mozart oder Meat Loaf?
„Meat Loaf. Mozart kann ich gar nicht. Als ich früher Klavierunterricht genommen habe, habe ich mich geweigert, Klassik zu spielen. Ich kann auch „Für Elise“ nicht spielen, sondern eher Blues, Jazz, Rock oder Filmmusik, unter anderem auch Meat Loaf.“

Aber deine Eltern waren Mozart-Fans, oder?
„Stimmt, ich heiße Amadeus mit zweitem Vornamen. Als meine Mutter schwanger war und Mozart hörte, habe ich offenbar immer gestrampelt.“

Was war dein Spitzname in der Schule?
„Der Professor. Ich hab' früher Brille und Zahnspange getragen.“

Du bist sportlich, musikalisch, siehst gut aus, kannst kochen und tanzen. Bitte nenne
uns doch drei Dinge, die du nicht kannst....
„Ich bin schusselig und ungeschickt, teilweise unaufmerksam und ungeduldig. Ich bin so hibbelig, dass ich öfter Dinge kaputtmache, wie kürzlich den Außenspiegel eines Transporters.“

Die nervigste Frage am Roten Teppich?
„Ich mag es nicht, wenn ich über andere Leute reden soll, die gerade in den Schlagzeilen sind. Das ist mir nämlich meistens ziemlich egal. Das ist halt Boulevard. Ich war selbst überrascht, als geschrieben wurde, ich sei bei GZSZ wegen zu hoher Gehaltsforderungen gefeuert worden. Komplett falsch!“

Es war auch zu lesen, dass du demnächst bei GZSZ aussteigen würdest. Du darfst darüber
nicht reden, aber wenn: Was wäre denn dein Lieblingsabschied?
„Ich habe da keine Wünsche und wäre selbst gespannt, was die Autoren mir in diesem Fall für eine Geschichte schreiben würden. Möglichkeiten gibt es genug: Tod, Weltreise, Hochzeit und ein damit verbundener Umzug weg von Berlin. Ich lasse mich überraschen....“

Was war dein schönstes Coke Erlebnis?
„Ich habe mit Coca-Cola tatsächlich meine Karriere gestartet. Ich war mit 12 Jahren für ein Coke Fotoshooting in einem Fußballstadion. Das war mein erstes Shooting und mein allererster Job in der Branche.“


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UPDATE: Raúl Richter macht im November Schluss mit „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“

Der 27-Jährige hat den stressigen Soap-Job nach sieben Jahren erst einmal satt. Bis Ende September steht er in Babelsberg noch vor der Kamera, dann ist Schluss. Am 27. November ist er zum letzten Mal als Dominik Gundlach zu sehen. Viele Fans sind darüber traurig und äußern das in Foren und sozialen Netzwerken. Sorgen, dass Raúl vom Bildschirm verschwindet, sollten sie sich aber nicht machen. Denn neben „GZSZ“ probiert er immer wieder neue Dinge aus. 2013 moderierte er zum Beispiel die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Auch als Synchronsprecher ist er immer wieder zu hören, zuletzt für den computeranimierten Film „Epic – Verborgenes Königreich“. Und wer weiß, vielleicht steht Raúl Richter eines Tages auch mal wieder für Coca-Cola vor der Kamera. Da, wo alles anfing.


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