Drei Minuten – länger braucht man nicht bis zur Rundum-Erfrischung durch eine Coke. So lange brauchen wir auch für unser erfrischendes Interview mit Thore Schölermann. Der Moderator der Castingshow „The Voice of Germany“ hat mit uns geskypt, direkt aus dem Urlaub in den Alpen.

Köln, München, Berlin: Thore Schölermann lebt auf gepackten Koffern und in Hotels. Der 30-Jährige hat einen vollen Terminkalender. Für die ProSieben/Sat.1-Sendungen „The Voice of Germany“, „Taff“ und „Die perfekte Minute“ reist er quer durch Deutschland. Zur Ruhe kommt der Sauerländer in seiner Heimat. Schölermann mäht Wiesen, baut Hochsitze und fällt Bäume. Wir haben ihn Ende Oktober aber nicht auf dem Bagger erwischt, sondern in den Bergen.
  
Auf ne' Coke mit Thore Schölermann
Thore Schölermann spricht mit Coca Cola Journey über Hobbys, Handwerk und Handysucht

Coke, Coke Light oder Coke Zero?
Ich nehme die klassische Coke.“

Skypst du oft, wenn du unterwegs bist?
„Ich habe mir das tatsächlich extra eingerichtet, um mit euch zu sprechen.“

Wo bist du denn, das sieht ja wunderschön aus...
„Ich bin mit meiner Freundin in den Tiroler Alpen, am Achensee. Ich war gerade wandern, bin kurz zurückgekommen und gehe gleich wieder los. Herrlich. Morgens schwimmen, dann Sport machen und rauf auf irgendeinen Berg. Abends tun mir die Beine weh und ich geh' in die Sauna.“


Und dann geht es entspannt zurück vor die Kamera?
„Ich mache vorher noch einen Zwischenstopp zuhause im Sauerland. Ich pflastere die Einfahrt meiner Eltern.“


Klingt nach handwerklicher Begabung…
„Das stimmt, ja. Ich helfe Freunden schon mal, baue Küchen auf, säge Platten, fälle einen Baum im Garten oder mache Brennholz. Ich wäre also der ideale Werbebotschafter für einen Baumarkt oder Werkzeughersteller. Zu dem Thema könnte ich den ganzen Tag Interviews geben, weil ich mich damit oft beschäftige. Ich habe ein Jahr lang eine kleine Hütte im Wald gebaut und alles selber gemacht. Die Wände sind vielleicht nicht alle gerade, aber sie hat Charme.“

  
Die fünf Lieblingssongs von Thore Schölermann: Jetzt in unserer Spotify-Playlist anhören!

 

Wie sehen die Handwerker-Qualitäten deiner Freundin aus, der Schauspielerin Jana Julie Kilka?
Jana macht das super!! Sie hat in der Hütte zum Beispiel die Rohrbegleitheizung gebaut und den Boden abgeschliffen. Außerdem bekomme ich nach getaner Arbeit immer viel Lob von Ihr. Es gefällt Jana, dass ich solche Dinge machen kann."

Du bist nicht nur Hobby-Handwerker, sondern auch Hobby-Förster und hast den Forstbetrieb deiner Eltern übernommen. Hilft dir das Arbeiten in der Natur beim Abschalten?
„Auf jeden Fall. Ich denke normalerweise viel nach, und mir gehen die Shows nicht so recht aus dem Kopf. Dann sitze ich auf meinem Bagger oder schleppe Steine durch die Gegend, es ist laut und ich vergesse alles um mich herum. Dieser Kontrast ist schon extrem. Raus aus dem TV-Studio, kein Applaus, keine Scheinwerfer, nur du und die Natur.“


Kannst du denn jetzt im Urlaub den TV-Rummel komplett vergessen oder ist das Smartphone immer in Reichweite?
„Ich bin leider sehr anfällig in dieser Hinsicht. Im Urlaub habe ich meiner Freundin versprochen, nur in Ausnahmefällen aufs Handy zu schauen. Aber ansonsten gucke ich regelmäßig, was es Neues bei WhatsApp oder Facebook gibt. Da bin ich süchtig.“


Hast du in deiner Hütte im Sauerland Handy-Empfang?
„Zum Glück nicht, da muss ich vor die Tür gehen.“


Du hast dort im September auch deinen Geburtstag gefeiert. Wie lebt es sich so mit der Drei vorne?
„Ach, ich habe damit eigentlich kein Problem. Ich werde nur immer von euch Journalisten darauf angesprochen, als ob es eine große Sache wäre.“

Es gibt die Tradition, dass Männer, die 30 werden und noch nicht verheiratet sind, die Rathaustreppe fegen müssen. War das bei dir auch so?
„Nein, diese Tradition kenne ich gar nicht. Momentan habe ich auch keine Zeit zum Heiraten. Wir machen uns da auch keinen Druck. Wenn es so weit ist und wir ein Kind bekommen, müsste ich meine Hütte allerdings etwas vergrößern...“


Aber die Tradition des Schützenfestes gibt es in Iserlohn schon, oder?
„Auf jeden Fall. Mittlerweile ist es allerdings für mich etwas anders, dort hinzugehen, weil ich oft angesprochen werde. Was mich grundsätzlich auch sehr freut, nur ist es für meine Freunde, mit denen ich eigentlich dort bin, immer nervig, auf mich zu warten."

Dein Lieblingslied im Festzelt?
„Ganz klar: „Sauerland“. Ich habe den Song auch bei „The Voice“ schon mal angesungen – da lief aber Gott sei Dank die Kamera noch nicht...“

Apropos „The Voice“: In der aktuellen Staffel sind erstmals Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier dabei. Wie ist die Arbeit mit den beiden?

„Es ist großartig, dass sie dabei sind. Die Fantas sind Helden meiner Jugend. Ich habe großen Respekt davor, dass sie seit 25 Jahren im Geschäft sind, und das auf diesem hohem Niveau.“

Im Herbst 2012 hast du den Job bei „The Voice“ übernommen. Das war für viele überraschend, weil du vorher keine große Liveshow moderiert hast. Wie siehst du deine Entwicklung?
„Das war damals eine Riesenherausforderung. Ich weiß, dass ich anfangs viele Fehler gemacht habe. Aber man lernt ja am Schnellsten, wenn man ins kalte Wasser geworfen wird. Ich fühle mich mittlerweile auf der Bühne sehr wohl und bin nicht mehr aufgeregt, wenn ein Robbie Williams oder eine Katy Perry neben mir steht. Ich habe die Ruhe, um die Show zu meinem Ding zu machen.“


Liest du dir kritische Kommentare bei Facebook oder Twitter durch?

„Ich mache oft den Fehler, dass ich mir das angucke, was eigentlich bescheuert ist. Denn es gibt Leute, die ihre negative Energie ausstrahlen wollen, ohne sinnvoll zu kritisieren. Aber auch diese Kritik ist gut. Dadurch härte ich ab und lerne, auf gewisse Kommentare nichts zu geben. Generell nehme ich Kritik aber gerne an und werde das auch immer tun. Wer das nicht mehr macht, hat verloren.“

Du bist aus der Daily Soap "Verbotene Liebe" ausgestiegen, um dich auf deine Moderationsjobs zu konzentrieren. War's das erstmal mit der Schauspielerei?
„Ich habe momentan leider keine Zeit für neue Rollen. Die Schauspielerei ist auf keinen Fall gestorben, aber das Moderieren macht mir gerade sehr viel Spaß
und lässt mir kaum Zeit für etwas anderes. Mal sehen, wie sich das in den nächsten Jahren weiterentwickelt.“

Bald ist Weihnachten. Feierst du zuhause in Iserlohn oder geht's wieder in die Berge?

„Ich bleibe in der Heimat und das wird auch immer so bleiben. Ich werde selbst den Christbaum im Wald fällen. Das ist nicht immer der Schönste, aber der Größte. Ich bin ein Freund von den armen Bäumen, die am Rand stehen und die keiner haben will. Am Abend esse und trinke ich mit meiner Familie und dann schlafen traditionell alle vor dem Fernseher ein.“

Mit wem würdest du dich gern mal auf 'ne Coke treffen?
„Wenn ich mir jemanden aussuchen darf, dann kann ich auch nach den Sternen greifen: Angela Merkel. Ich stelle mir es total absurd vor, eine Person zu treffen, die so sehr mit dem Weltgeschehen beschäftigt ist. Ich würde wahrscheinlich kein Wort rauskriegen.


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