EIN GESPRÄCH MIT ihnen ist immer unterhaltsam, ganz gleich wann und wo man sie trifft. Heute aber sind Basti, Sam und Digger nicht im gleichen Raum, auch nicht in der gleichen Stadt. Wir führen unser Interview per Konferenzschaltung am Telefon. Trotzdem kommt der Spaß nicht zu kurz – auch wenn immer mal wieder einer der drei aus der Leitung fliegt. Basti kocht nebenbei zuhause eine Lasagne, Digger sitzt vor einem großen Kasten mit Schrauben und Dübeln und überlegt, ob er die neue Lampe mit 6er- oder 8er-Dübeln anbringen soll. Sam versucht das Gespräch, über die Freisprechanlage im Auto zu verfolgen.

Wir wollen vor allem über die Weihnachts-Trucktour von Coca-Cola reden. Am 17. Dezember treten The Baseballs beim Stopp in München auf – live auf dem legendären roten Truck.

 

Einem größeren Publikum bekannt geworden sind sie 2009 durch ihre Rock'n'Roll-Versionen von Rihannas „Umbrella” oder Katy Perrys „Hot'n'Cold”. Auf ihrem aktuellen Album „Hit me Baby” nehmen sich The Baseballs die 90er vor. Nicht nur in Deutschland sind die Fans von den Gute-Laune-Coversongs begeistert, auch in Skandinavien und Russland treten Basti, Sam und Digger regelmäßig auf.

Selfie - Basti

SELFIE am Herd: Basti

Coke, Coke light, Coke Zero oder Coke Life?

Basti: „Am Liebsten 'ne klassische Coke. Manchmal aber auch eine Coke Zero.“

Sam: „Ich trinke eigentlich nur die klassische Coke.“

Digger: „Ich trinke eigentlich viel Coke Zero, hin und wieder aber mal 'ne rote.“

Ihr wart gerade noch für zwei Gigs in Russland. Was wollen die russischen Journalisten von euch wissen?

Digger: „Es gibt zunächst ganz kleine Differenzen, was das Verständnis angeht. Darum sind die Fragen etwas einfacher gehalten. Oft geht es tatsächlich um die Standardsachen: Wie lange braucht ihr für eure Haare? Wo habt ihr euch kennengelernt? Und dann wird oft gefragt, was wir vom russischen Publikum halten.“

Was antwortet ihr?

Digger: „Da können wir nur Positives berichten. Die Russen sind ja ein feierwütiges Volk, das haben wir immer wieder festgestellt. Neben dem volkstümlichen Liedgut, das da läuft, ist die Rock`n`Roll-Musik gar nicht mal so unbeliebt ist bei den Russen.“

Selfie - Digger

SELFIE mit Werkzeug: Digger

Könnt ihr denn ein paar Brocken Russisch? Basti kommt ja aus Ostdeutschland...

Basti: „Aber ich habe auf den Reisen kaum Neues dazugelernt, leider.“

Sam: „Aber wir sind Basti dankbar, dass er zumindest ein paar Worte Russisch kann. Er hat dadurch sofort den Draht zum Publikum. Obwohl: Wenn Digger und ich einfach nur „Wodka“ sagen würden, würde das Publikum wahrscheinlich auch jubeln. Aber es ist lustig, weil Basti auf Russisch sein Sprachverhalten etwas abändert. Er spricht plötzlich viel tiefer als sonst.“

Russische Weihnachtslieder sind schwierig – oder?

Basti: „Ja klar, obwohl wir auch schon mal auf der Weihnachtsfeier einer russischen Firma gespielt haben. Aber Russen feiern ja eher das Neue Jahr und im Januar das orthodoxe Weihnachtsfest. Es gibt zwar auch Weihnachtsmärkte, aber es läuft nicht überall der Weihnachtsmann rum.“

Apropos: Bis wann habt ihr an Santa Claus geglaubt?

Digger: „Ich habe früher meinen Wunschzettel auf die Fensterbank gelegt, so dass der Weihnachtsmann ihn abholen konnte. In der Grundschulzeit habe ich dann gecheckt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Ich wollte meinen Eltern aber weismachen, dass ich noch an ihn glaube und habe meinen Zettel immer ganz nah an die Tür gelegt – damit meine Eltern mich nachts nicht wecken.“

Sam: „Coca-Cola hat natürlich auch einen großen Teil dazu beigetragen, dass man ein Bild von Santa Claus im Kopf hat. Ich finde das schön.“ 

Jetzt seid ihr mit Santa Claus und den Weihnachtstrucks unterwegs. Könnt ihr die Faszination verstehen rund um die roten Riesen?

Sam: „Ich kann's total nachvollziehen. Anfang der 90er habe ich die Truck-Werbung im Fernsehen bewusst wahrgenommen. Ich fand den Spot so toll, dass ich meine Mutter fragte, ob sie mich rufen kann, wenn er im Fernsehen läuft. Für mich persönlich geht ein Traum in Erfüllung, endlich diese Trucks auch mal live zu sehen und sogar auf einem zu stehen.“

So klingen The Baseballs auf ihrem aktuellen Album „Hit Me Baby…“


Wie sehr unterscheiden sich Auftritte, bei denen sich alles um Weihnachten dreht, von anderen Gigs?

Basti: „Wir spielen natürlich mehr Weihnachtssongs als sonst. Und es ist etwas anderes, weil wir uns während des Singens ja bewegen. Ich bin auf die Fans in der ersten Reihe gespannt, ob sie quasi parallel mitlaufen.“

Wie sehr müsst ihr euch noch auf eure Auftritte vorbereiten? Ihr singt diese Songs ja während des Jahres eher seltener...

Digger: „Das ist so wie Fahrradfahren. Wir singen ja vor allem traditionelle Weihnachtslieder, die wir als Kinder schon gern gehört haben. Wenn ich jetzt „Driving Home for Christmas“ im Radio höre, singe ich sofort wieder mit und erinnere mich an unsere eigene Version.“

Selfie - Sam

SELFIE im Auto: Sam

Singt ihr mit der Familie Heiligabend klassisch „Stille Nacht“ oder fordern sie euch auf, eine Rock'n'Roll-Version anzustimmen?

Basti: „Zum Glück nicht. Aber bei uns in der Familie wurde auch nie groß gesungen. Die Standard-Weihnachtsplatten werden schon gespielt, mittlerweile auch unsere. Auch wenn es immer etwas peinlich ist, seine eigene Musik im Kreis der Familie zu hören.“  

Schenkt ihr euch untereinander eigentlich etwas zu Weihnachten?

Basti: „Im ersten Jahr haben wir uns noch was geschenkt. Aber das war so ein Stress, dass wir das beendet haben. Wir sind ohnehin in der Vorweihnachtszeit mehr zusammen als mit unseren Familien und nehmen unsere gegenseitige Anwesenheit als Geschenk.“

Hättet ihr denn Ideen?

Sam: „Wir würden schon etwas finden, wenn wir uns Gedanken darüber machen würden. Bei Digger wäre es megaeinfach. Da müsste man einfach nur in den Baumarkt gehen und irgendein Werkzeug kaufen. Und wir haben immer gesagt, dass Basti der Koch der Band ist. Und auch jetzt köchelt eine leckere Bolognese-Sauce auf seinem Herd. Also uns würde schon was einfallen.“

Was gehört an Heiligabend für euch unbedingt dazu?

Basti: „Bei uns ist der Tag traditionell durchgetaktet. Das fängt mittags an mit einer Hühnersuppe, die Mama selber macht. Dann gibt's Kaffee. Früher war danach immer Bescherung, aber mittlerweile haben wir das etwas nach hinten verschoben. Abends gibt's dann Hühnerfrikassee und danach treffen wir uns mit Freuden in Magdeburg für die Mitternachtsmesse im Dom.“

Sam: „Heiligabend läuft bei uns auch immer gleich ab. Wir gehen um 16 Uhr in die Kirche, sitzen dann gemütlich bei meinem Bruder zusammen. Es gibt diverse Platten: Wurst-, Käse-, Fischplatte und so was. Bei der Bescherung wird dann traditionell die Elvis-Platte aufgelegt. Mit leichtem Kratzen, immer wieder schön.“

Digger: „Was nicht fehlen darf an Heiligabend ist ein echter Baum mit echten Kerzen und einem Eimer Wasser daneben. Ganz wichtig.“

Mit wem würdet ihr euch mal gerne auf ne Coke treffen?

Digger: „Ich wollte immer schon mal mit Will Smith abhängen. Einfach nur ganz easy mit ihm abchillen.“

Basti: „Ich hätte gerne mal mit Helmut Schmidt ’ne Coke getrunken, einfach um zu sehen, wie er da noch sechs Stücke Würfelzucker reinwirft. Das hat er ja wohl angeblich immer getan. Wobei ich das ohne Sauerstoffmaske kaum durchgestanden hätte.“

Sam: „Eine Coke und einen Burger mit meinem Idol Elvis in einem klassischen 50er-Jahre-Diner – das wäre schon großartig gewesen!“ 

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