Jeden Monat gibt es auf Journey erfrischende Interviews mit Promis aus Show und Sport. Heute: Das DJ-Duo Gestört aber GeiL („Unter meiner Haut“). Hier sprechen sie mit uns über kuriose Musikwünsche und die Frage, ob man mit Ohropax auflegen kann.

Wir alle kennen das: Auf Privatpartys zieht es uns immer wieder ans DJ-Pult, jeder will seine Lieblingssongs spielen. Auch Nico und Spike geht es so – schon zu Schulzeiten. Neben ihren Ausbildungen zum Elektroniker und Bürokaufmann legen sie am Wochenende auf. In ihrer Stammdisco in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt lernen sie sich kennen und gründen das Projekt Gestört aber GeiL. Mittlerweile haben die beiden ihr Hobby zum Beruf gemacht und gehören zu den angesagten DJs in Deutschland! Ihr Erfolgsrezept: Erfolgreiche Hits mit Elektro-Sound mixen und ab geht die Party! Ihre eigene Single „Unter meiner Haut“ hat es schon auf Platz 12 der deutschen Charts geschafft. Wir haben uns mit Nico und Spike zum Skypen verabredet.

Coke, Coke Light, Coke Zero oder Coke Life?
Spike: „Ganz klar: die normale Coke. Das schreiben wir auch den Veranstaltern immer auf die Liste: Wir hätten vor Ort gerne Coca-Cola."

Ich sehe ein modernes, aufgeräumtes Zimmer im Hintergrund. Wo seid ihr gerade?
Nico: „Das ist Spikes Zimmer in Erfurt. Ich wohne in Sangerhausen, das ist etwa 80 Kilometer entfernt, und bin jetzt extra hierher gefahren.“

Ihr habt euch auch in Sangerhausen kennengelernt. Wie oft seht ihr euch mittlerweile noch?
Marcel: „Das ganze Wochenende und oft auch unter der Woche.“

Dann kennt ihr euch sehr gut. Wer ist gestörter?
Spike: „Da wechseln wir uns ab, das ist tagesformabhängig.“

Und die Frage muss konsequenterweise auch sein: Wer ist geiler?
Nico: „Eindeutig ich.“
Spike: „Denkt er…“

Apropos: Es heißt ja immer, DJs bekommen jede Menge Telefonnummern von Frauen zugesteckt. Stimmt das?
Spike: „Ich habe ehrlich gesagt noch nie eine Nummer zugesteckt bekommen.“
Nico: „Ich auch nicht. Wenn ein DJ es darauf anlegt und schon beim Auflegen mit den Frauen im Publikum flirtet, wird das aber sicherlich so sein.“
Spike: „Wenn wir es wollten, gäbe es sicherlich die ein oder andere Gelegenheit. Aber das haben wir von Anfang an nicht gemacht, darum passiert das auch nicht.“

Wenn wir schon bei Vorurteilen sind: Diese ganze Elektroszene, die sind doch da alle auf Droge…
Spike: „Das hört man immer, stimmt.“
Nico: „Auch da muss man unterscheiden. Wir spielen House in allen Genres: von Hände hoch und Ausrasten bis gefühlvoll tanzen werden alle Emotionen abgedeckt. Diese Verbindung zu Drogen kommt eher aus der Techno-Szene und bei Songs, die tendenziell alle gleich gestrickt sind.“

Wie sieht das mit Alkohol aus bei Gigs?
Spike: „Wenn wir mal was trinken, dann Jägermeister. Aber normalerweise trinken wir während Auftritten keinen Alkohol.“

Ihr legt in der Regel abends 90 Minuten auf. Laute Musik, dazu Pyro-Show, Wasserduschen und Konfetti. Ist das nicht auch für euch Reizüberflutung?
Marcel: „Ja, wir gehen nachher nicht mehr feiern, sondern ab ins Bett. Das ist auch gut, um wieder runterzukommen.“
Nico: „Das Adrenalin muss wieder runter. Ich kann aber ziemlich schlecht einschlafen nach Auftritten. Da liege ich oft bis sechs Uhr wach und bin, wenn ich die Augen zumache, auf der Party und höre Musik.“

 
Habt ihr denn Oropax in den Ohren, wenn ihr auflegt?
Nico: „Das haben wir mal probiert, aber ich persönlich komme damit nicht klar. Wir bekommen dann die Leute nicht mehr richtig mit und wissen gar nicht, wie die Tracks ankommen.“

Noch nicht beim Ohrenarzt gewesen?
Spike: „Nein, von Hörstürzen und ähnlichem sind wir zum Glück bislang verschont geblieben.“

Toi Toi Toi. Ihr legt seit vier Jahren als Duo auf. Habt ihr beide exakt den gleichen Musikgeschmack oder seid ihr auch mal unterschiedlicher Meinung, welchen Track ihr als Nächstes spielt…
Spike: „Klar kommt das vor. Wir wechseln uns nach jedem Song ab. Nico spielt manchmal Tracks, die ich in dem Moment nicht spielen würde und umgekehrt. Aber gerade diese Mischung macht es ja aus bei uns.“
Nico: „Wir werfen uns manchmal entsetzte Blicke am DJ-Pult zu wenn wir auf die Playlist des anderen gucken. Wenn wir absolut nicht einverstanden sind mit einem Song, dann sagen wir das auch. Aber das kommt selten vor, wir haben da schon den gleichen Geschmack.“

Steht eure Playlist denn in etwa fest vor einem Gig?
Spike: „Außer dem Intro ist alles spontan.“

Nico: „Wenn Spike einen Song spielt, weiß ich natürlich, welches Lied danach gut passen würde. Darum werden sich auch bestimmte Abfolgen ähneln bei unseren Auftritten. Ansonsten schauen wir auf die Reaktion der Leute. Es kommt manchmal auch auf die Regionen an: im Osten mögen die Leute es eher house-lastig, im Westen eher elektronisch“.

Gibt es denn Songs, die ihr privat gerne hört, aber nie auflegen würdet?
Marcel: „Ich höre gerne Oldies, aber das würde nicht passen.“
Spike: „Und ich höre privat gerne Kraftklub. Wenn ich das spielen würde, wäre das auch etwas komisch.“

Mit welchem Musikwunsch habt ihr früher den DJ auf Partys genervt?“
Nico: „Ich habe mir immer Céline Dion mit ‚My heart will go on‘ gewünscht, aber das hat nie jemand gespielt. Das ist auch ein guter Tipp: Einfach mal in einem Club zum DJ gehen und sich diesen Song wünschen. Das Gesicht ist unbezahlbar…“

Was war denn der letzte kuriose Musikwunsch an euch?
Nico: „Erst kürzlich ‚Y.M.C.A‘ von den Village People.“
Spike: „Es war ein, nennen wir es, gemischtes Publikum dort.“

Aber ganz ehrlich: Nerven Musikwünsche nicht?
Nico: „Als wir damals regelmäßig in unserem Club aufgelegt haben, hat es tierisch genervt. Aber wir haben Glück, inzwischen gibt es am Abend, wenn es hochkommt, zwei Wünsche. Das ist nicht viel.“

Kommen wir zu euren Wünschen: Auf wen würdet ihr euch gerne mal auf ne Coke treffen?
Nico: „Marco Reus wäre nicht schlecht.“
Spike: „Und er kann gleich Jürgen Klopp mitbringen.“
Nico: „Wir sind BVB-Fans. Marco kann uns gerne mal einladen zum Spiel. Er bekommt auch eine CD.“

Die fünf Lieblingssongs von Gestört aber GeiL: Jetzt in unserer Spotify-Playlist anhören!

  • Bruno Mars – Uptown Funk
    Spike: „Wenn ich das im Radio höre und die Sonne scheint, bekomme ich sofort gute Laune.“
  • Gestört aber GeiL - Unter meiner Haut
    Nico: „Den Song von Elif haben wir zufällig im Netz entdeckt wie er von Wincent Weiss gecovert wurde. Wir haben sofort gedacht: Den müssen wir als Single rausbringen.“
  • Los Frequencies – Are you with me
    Spike: „Super Song. Wir wünschen uns den Remix, den wir auflegen.”
  • Julian le Play – Rollercoaste
    Spike: „Das ist eines unserer Lieblingslieder, das wir oft spielen.“
  • Watermät – Bullet
    Nico: „Das ist gerade mein Lieblingslied.“
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