Jeden Monat gibt’s auf Journey erfrischende Interviews mit Stars aus Show und Sport. Hier kommt das Best-of der Coca-Cola Interviews 2015:

Auf ne Coke mit Boris Becker

Boris Becker und die Leichtigkeit des Twitterns

VOR 30 JAHREN gewann er zum ersten Mal Wimbledon – als jüngster Spieler in der Geschichte. Journey sprach  mit Boris Becker über seinen neuen Job als Trainer – und über seine Faszination für die sozialen Medien. Der Freizeit-Twitterer setzt seine meisten Tweets im Hotel ab und hat noch nie einen Eintrag bereut. „Ich finde, das wird alles zu Ernst genommen, was man in sozialen Netzen loslässt. Bei mir hat man sich mittlerweile daran gewöhnt, aber am Anfang war es gerade in Deutschland schon eine neue Sache, dass der Becker im Netz ist.“
Mit seinen Kindern redet er ab und zu über den richtigen Umgang mit sozialen Medien. „Wir als Eltern achten natürlich darauf, dass die Internetnutzung im Rahmen bleibt. In der Regel sind meine Kinder vernünftig. Es gab schon das ein oder andere Bild oder Kommentare, die nicht angebracht waren. Aber grundsätzlich ist vor allem mein ältester Sohn in dieser Welt eher zuhause als ich. Darum habe ich mehr von ihm gelernt, als er von mir.“
 

Auf ne Coke mit Lena

Lena über Shitstorms

Auch sie versorgt ihre Fans regelmäßig mit Infos auf Twitter, Facebook oder Youtube:
Sängerin Lena – die 2015 mit dem „Fack Ju Göhte2“-Song „Wild & Free“ die Charts stürmte – gibt viel von sich preis. Dabei riskiert sie auch negative Reaktionen, hat sie uns verraten. „Ich erlebe unter jedem dritten Bild einen Shitstorm. Da schreiben dann hundert Leute, meine Lippen sähen hässlich aus oder sie fragen, warum ich mich in einem bestimmten Winkel fotografiert habe. Es wird immer normaler, dass Leute betonen, was sie alles schlecht
finden. Wenn einer anfängt, machen alle mit und es schaukelt sich hoch. Man darf dem nicht zu viel Bedeutung beimessen. Mittlerweile ist es auch kein großer Aufreger mehr, nach dem Motto: 'Oh mein Gott, sie hat einen Shitstorm!'“


Auf ne Coke mit Jeanette Biedermann

Jeanette Biedermann und die Sache mit den Schönheits-OPs

Die Musikerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann nimmt das Internet ebenfalls nicht allzu ernst. Vor allem nicht, wenn sie dort Gerüchte über angebliche Schönheitsoperationen liest. „Wenn du nicht mehr zwanzig bist, nehmen sich einige Leute einfach raus, dir so etwas zu unterstellen. Da schreiben dann drei Leute in einem Internetforum etwas von Liften, und Online-Portale übernehmen das. Da kannst du machen, was du willst“, erzählte Jeanette im Journey-Interview. „Ich weiß selber am besten, dass ich nichts dergleichen gemacht habe, das genügt.“


Auf ne Coke mit Michael Michalsky

Michael Michalsky über seine Liebe zu Berlin

Mittendrin waren wir auch bei Star-Designer Michalsky – nämlich mitten in den Vorbereitungen für seine Modenschau bei der Berliner Fashion Week. In seinem Atelier hat uns Michalsky verraten, dass er bei seinem Gegenüber zuerst auf die Schuhe schaut und ein Loblied auf die Hauptstadt gesungen. Das Tolle an Berlin sei „die Vielfalt, das Unfertige, das Raue, das Internationale. Ich wohne seit fast zehn Jahren in Berlin. Es gibt keinen Ort, an dem ich aktuell lieber leben würde. Ich finde sehr faszinierend, wie sich die Stadt ständig verändert und entwickelt. Hier ist Platz für jeden Typen und jeden Geschmack. Das ist gut.“ Ein Umzug komme in Zukunft aber schon in Frage. „Ich könnte mir gut vorstellen, eines Tages mehr Zeit in der Sonne zu verbringen. Aber ich würde immer eine Basis in Berlin haben, weil die Stadt nie langweilig wird. Wer Berlin langweilig findet, der ist vom Leben gelangweilt!“

Auf ne Coke mit Mark Reeder

Mark Reeder über das West-Berlin der 80er Jahre

Der englische Musiker Mark Reeder wohnt seit Jahrzehnten in der Hauptstadt und hat die verschiedensten musikalischen Trends miterlebt. In dem hochgelobten Kinofilm „B-Movie: Lust und Sound in West-Berlin 1979-1989" dokumentiert Reeder die wilde Clubszene und das Lebensgefühl einer Generation. „An meinem zweiten Tag in Berlin bin ich in eine Eckkneipe gegangen, weil ich Kleingeld fürs Telefonieren brauchte.  Plötzlich steht ein Zwei-Meter-Typ auf, ein Transvestit mit roter Perücke, und fragt mich, was ich möchte. Da dachte ich: Das ist Berlin! Das hat man bei uns nicht gesehen. Ein Transvestit, ringsherum Bauarbeiter, und es war total normal. So habe ich mir Berlin vorgestellt. Diese Leute hat es nach Berlin gezogen, weil sie zuhause nicht so hätten rumlaufen können. Diese Freiheit habe ich in allen Lebensbereichen gespürt.” Der Remixer von New Order und den Pet Shop Boys sagt im Journey-Gespräch auch, was er sich von Berlin wünscht: „Die Toleranz darf nicht verschwinden, das ist das Wichtigste an dieser Stadt. Wenn die Toleranz geht, können wir alle gehen.

Auf ne Coke mit Lost Frequencies

Lost Frequencies über das erste Mal

Auf 'ne Coke mit... Hier alle Interviews lesen

Auch er gehört zu den Newcomern des Jahres 2015: Produzent Felix De Laet, besser bekannt als Lost Frequencies. Seine Gute-Laune-Hits „Are you with me“ und „Reality“ durften 2015 auf keiner Party fehlen. Wir haben den Belgier bei einem Festival in Frankfurt begleitet und erfahren, wie er den plötzlichen Ruhm empfindet. „Es ist eine völlig neue Welt, die ich momentan entdecke. Ich lerne jeden Tag dazu. Als meine heutige Plattenfirma mir eine E-Mail schrieb und mich unter Vertrag nehmen wollte, dachte ich, es wäre ein Fake. Das war Wahnsinn.“ An den Moment, als er seinen Song zum ersten Mal im Radio hörte, kann sich der 22-Jährige noch gut erinnern. „Ich bin verrückt geworden. Ich war mit meinen zwei Brüdern im Haus und wollte gerade in den Garten gehen, um zu arbeiten. Plötzlich sagt der Typ im Radio: ‚Und hier ist ein neuer Track von Lost Frequencies, ein junger Mann aus Belgien' und wir sind alle ausgeflippt.“

Auf ne Coke mit Bonaparte

Bonaparte und die Coke im Keller

Tobias Jundt, Mastermind des Projekts Bonaparte, ist einer der kreativsten Musiker im Lande. Im Juni erschien sein Sountrack für den Film „Becks letzter Sommer“ mit Christian Ulmen. Wir haben Bonaparte im Studio besucht. Und fanden, unter anderem, verstaubte Keyboards, einen alten Kassettenrecorder und eine leere Coke-Flasche. Tobias hat uns erzählt, wie der Mythos Coca-Cola ihn schon als Kind gefesselt hat: „Es gab damals eine Flasche Coca-Cola bei uns im Keller, sonst nur Apfelsaft und so. Diese Flasche war wie der große Traum von Amerika. Ich bin in den Keller gegangen, konnte sie mir ansehen, aber es
war verboten, sie zu trinken. Nur wenn wir Fieber oder Bauchschmerzen hatten, durften wir davon trinken. Meine Familie hat sie quasi noch als Medizin verwendet. Eines Tages habe ich Seife gegessen in der Hoffnung, dass ich krank werde.“

Auf ne Coke mit Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek über das Grauen im Alltag

Auch er kennt sich mit erfundenen Geschichten aus, er verdient sogar sein Geld damit: Thriller-Autor Sebastian Fitzek führte mit „Passagier 23“ wochenlang die Bestsellerlisten an. Im Gespräch mit Journey erzählt er, wie einfach es ist, auf mysteriöse Storys zu kommen. „Mit etwas Fantasie kann ich aus alltäglichen Situationen spannende Geschichten entwickeln. Ein Beispiel: Es klingelte kürzlich ein Paketbote und fragte, ob ich das Päckchen eines Nachbarn annehmen könnte. Ich hatte den Namen noch nie gehört. Und schon schossen Gedanken durch meinen Kopf. Das Päckchen auf den Namen „Koslowski“ liegt tagelang bei uns, ohne dass es
jemand abholt. Plötzlich höre ich in den Nachrichten die Meldung über einen blutrünstigen Ritualmord an einem Mann namens „Koslowski“. In dem Moment beginnt, ein Handy zu klingeln – in dem Paket. Und schon bin ich mittendrin in einem Psychothriller...“

Auf ne Coke mit Ivy Quainoo

Ivy Quainoo über die Flüchtlingsdebatte

Toleranz – gerade in diesem Jahr ein großes Wort. Wir haben mit der Gewinnerin von „The Voice of Germany“, Ivy Quainoo, über ihre ghanaischen Wurzeln gesprochen – und die Flüchtlingskrise in Deutschland. „Es sind in den letzten Jahren so viele Kriege auf der Welt ausgebrochen, die Flüchtlinge hervorgebracht haben. Dass sich Leute über Menschen beschweren, die hierher kommen, um ihr Leben zu retten, finde ich sehr schräg.“ Quainoo ist im Multi-Kulti-Bezirk Berlin-Neukölln aufgewachsen. „Man sagt ja immer, dass man nur rassistisch sein kann, wenn man nicht mit Ausländern bzw. Nicht-Deutschstämmigen in Kontakt kommt. Man muss sie erstmal kennenlernen, bevor man sie beurteilen kann. Das passiert leider nicht, wenn in Dresden
die Menschen auf die Straße gehen, wo der Ausländeranteil verschwindend gering ist.“

Auf ne Coke mit Susi Kentikian

Susi Kentikian und die Bürokratie in Deutschland

Sie weiß, wie es sich anfühlt, fremd zu sein. Profiboxerin Susi Kentikian, die ihren Titel im Herbst verteidigen konnte, ist als Kind mit ihrer Familie aus Armenien geflüchtet. Wir haben mit der Hamburgerin über diese Zeit gesprochen. „Von den Deutschen wurden wir eigentlich gut behandelt. Aber mit den Behörden konnten wir überhaupt nicht. Die wollten uns ganz klar abschieben. Wir haben keine Aufenthaltsgenehmigung und keine Arbeitserlaubnis bekommen, einfach gar nichts. Nach ein paar Jahren haben wir dann bewiesen, dass wir gar nicht vom Staat abhängig sind und uns selbst finanzieren können. Dann hat es sich in eine andere Richtung entwickelt. Eigentlich hat sich das alles mit meinem Erfolg als Boxerin geändert. Ich weiß nicht, was sie sonst mit uns gemacht hätten.“ 

Auf ne Coke mit Gestört aber GeiL

Gestört aber GeiL über kuriose Musikwünsche

Coke gibt es immer, wenn Nico und Spike in Clubs oder bei Festivals auftreten. Das DJ-Duo Gestört aber GeiL landete mit „Unter meiner Haut“ einen Top-Ten-Hit. Wir haben mit den beiden geskypt und gefragt, mit welchen kuriosen Musikwünsche sie andere DJs nerven. „Ich habe mir immer Céline Dion mit ‚My heart will go on‘ gewünscht, aber das hat nie jemand gespielt“, erzählte uns Nico. „Das ist auch ein guter Tipp: Einfach mal in einem Club zum DJ gehen und sich diesen Song wünschen. Das Gesicht ist unbezahlbar.“ Bei ihren eigenen Gigs gibt es, wenn es hochkommt, zwei Wünsche am Abend. Auch hier sind kuriose dabei. „Erst kürzlich ‚Y.M.C.A‘ von den Village People.“

Auf ne Coke mit 5 Seconds of Summer

5 Seconds of Summer: Skandale gehören dazu

Gossip ist gehört für die australische Boyband 5 Seconds of Summer zum Alltag. Die fünf Jungs schafften im Herbst den Sprung an die Spitze der Albumcharts in Australien, Großbritannien und den USA. Drummer Ashton hat uns verraten, dass er erfundene Geschichten oder kleinere Skandale nicht so schlimm findet. „Du musst dir immer bewusst sein, dass du ein Entertainer bist. In der Musikindustrie lieferst du Entertainment auf allen Ebenen, nicht nur auf der Bühne. Die Fans wollen wissen, wie es dir geht, was du machst. Es gibt doch manchmal nichts Besseres als einen kleinen Skandal – oder? Die Leute amüsieren sich darüber. Solange der Künstler nicht nachhaltig geschädigt wird, finde ich das okay. Meist löst sich die Story nach einem Tag wieder in Luft auf.“ Das nennen wir mal ehrlich!

Auf ne Coke mit Glasperlenspiel

Glasperlenspiel und ihr „geiler“ Heiligabend

Ende des Jahres wurde es auch bei Journey besinnlich. Wir haben uns mit Carolin und Daniel von Glasperlenspiel zum Weihnachts-Interview getroffen. Das Pop-Pärchen hat mit „Geiles Leben“ in diesem Jahr einen Megahit gelandet. Uns haben die beiden erzählt, wie sie Heiligabend verbringen. 

Carolin: „Um Mitternacht gehen wir mit Oma und Opa traditionell in die Kirche. Davor singen wir alle zusammen, und ich spiele schlecht dazu auf der Akustikgitarre. Bescherung gehört natürlich dazu.“ 

Daniel: „Das Weihnachtessen nicht vergessen! Da lege ich mich immer gerne ins Zeug. Ich grille wahnsinnig gerne zu Weihnachten mit meinem BBQ-Grill. Ich habe das Essen schon geplant – es gibt einen großen Schweinebraten. In diesem Jahr machen wir beide zum ersten Mal das Weihnachtsessen komplett alleine, oder?

Carolin: „Ich glaube, meine Oma hilft ein bisschen mit.“

Daniel: „Die lässt sich das wieder nicht nehmen.“




Auch 2016 werden wir uns wieder mit den Stars verabreden, spannende Interviews führen und sie nach ihren fünf Lieblingssongs fragen.

„Auf ne Coke mit...“ – jeden Monat auf Journey. Ins neue Jahr starten wir mit der Moderatorin, DJane und Schauspielerin Palina Rojinski.


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