Drei Minuten – länger braucht man nicht bis zur Rundum-Erfrischung durch eine Coke. So lange brauchen wir auch für unser erfrischendes Interview mit Bastian Baker. Der Mädchenschwarm aus der Schweiz erzählt uns, warum ihm Interviews in Deutschland mehr Spaß machen als in Frankreich.

Ein Schweizer Shootingstar erobert Deutschland: Auf 'ne Coke mit... Bastian Baker
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Sein Song „Lucky“ ist ein absoluter Ohrwurm: Bastian Baker macht jetzt auch Karriere in Deutschland. Der 23-jährige Sänger aus der Schweiz hat in seiner Heimat schon jede Menge Preise abgeräumt. Jetzt hat er auch bei uns sein Debütalbum „Tomorrow may not be better“ veröffentlicht. Im Juli trat er mit seiner Band in Freiburg, Augsburg, Hamburg, Düsseldorf und Leipzig auf. Und auch hier liegen ihm die – vor allem weiblichen – Fans zu Füßen. Kein Wunder: Der Schweizer sieht nicht nur gut aus. Er ist charmant und verbreitet mit seinen selbst komponierten Songs sofort gute Laune. Auch bei unserem Interview ist Bastian Baker bestens gelaunt.

In der Schweiz, Frankreich und Belgien bist du schon längst ein Star. Du hast dein erstes Album bereits vor Jahren rausgebracht. Jetzt ist Deutschland an der Reihe. Ein Dejá-vu?
„Ja, absolut. Aber es ist interessant, denn ich habe heute viel mehr Abstand zu den Songs aus dieser Zeit. Ich entdecke die Lieder quasi neu.“

In Interviews musst du jetzt sicher wieder Fragen beantworten, die du vor drei Jahren schon in der Schweiz oder anderswo gestellt bekommen hast...
„Es geht. Ich muss sagen, dass die Interviews in Deutschland sehr gut vorbereitet sind. Das ist nicht überall so. In Frankreich ist es zum Teil schlimm. Da fragen sie dich: 'Wie ist das, schon fünf Alben gemacht zu haben?' Dabei sind es nur zwei. Hier in Deutschland machen mir die Interviews Spaß.“

Apropos schlimme Interviews: Du wurdest mal Opfer der versteckten Kamera und musstest dabei ein ziemlich skurriles Interview über dich ergehen lassen…
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„Das Schlimme ist, dass der Ausschnitt im Internet nur zehn Minuten lang ist. Das Interview hat aber viel länger gedauert. Erst waren die Fragen sehr nett, aber plötzlich änderte sich das. Der Interviewer sagte mir zum Beispiel mehrmals, dass er mich liebt. Damit habe ich auch kein Problem, aber nicht, wenn man mir das so oft vor der Kamera sagt. Ich habe es – glaube ich – ganz professionell gemacht.“

Stimmt es, dass du mal fast vor den Baum gefahren wärst, als dein Song im Radio kam?
„Ja, als ich mich das erste Mal im Radio gehört habe. Erst kam Coldplay, danach mein Song. Wahnsinn!“

Du hast in den letzten Jahren hunderte Konzerte gespielt. Ist es eigentlich nervig für Musiker, wenn viele Fans während des Konzerts Smartphones in den Händen halten und filmen?
„Ich war mal Support-Act von Boy George. Der hat seinen dritten Song unterbrochen und die Fans aufgefordert, mit dem Filmen aufzuhören. Er meinte: 'Wir spielen für euch und wollen eine Beziehung zu den Fans aufbauen. Das geht nicht, wenn ihr die ganze Zeit filmt'. Auf der Bühne weißt du: Wenn du einen Fehler machst, sehen es morgen alle auf YouTube. Für mich ist es aber okay und keine große Sache.“

Was war dein schönstes Coke-Erlebnis?
„Ich war in der Jury bei einem Schweizer Talentwettbewerb im Internet: MyCokeMusic Soundcheck. Wir haben uns 250 Bands angehört, ihnen Noten gegeben, und am Ende sind die besten drei vor Publikum aufgetreten. Das war super. Es lief nicht im Fernsehen, sondern war sehr Indie.“


Zum Schluss haben wir noch drei Fragen, die uns deine Fans per Twitter gestellt haben. 

@leila2212 will wissen, was du heute morgen gefrühstückt hast...
„Heute habe ich eigentlich nichts gefrühstückt. Ich musste früh vom Hotel zum Flughafen fahren. Das erste Essen war heute mittag ein Burger.“

@I_LOVE_CAKEPOP fragt: Warum wirst du immer erfolgreicher?
„Wegen dir! Es ist super, wie es gerade läuft. Es ist auch viel Arbeit, und wir sind viel unterwegs. Je mehr du spielst, desto öfter wirst du auch gebucht.“

Du hast dich ja damals gegen einen Eishockey-Profivertrag und für die Musik entschieden.
@nadisnah will von dir wissen: Hättest du dich auch für eine Musikkarriere entschieden, wenn du einen Vertrag bei den San Jose Sharks bekommen hättest?
„Ich hätte so oder so weiter Musik gemacht. Eishockeyspielen war toll, wir sind viel gereist, ich hatte viele Kumpels. Aber in den letzten zwei, drei Jahren habe ich mich nicht mehr am richtigen Platz gefühlt. Ich habe mich im Sommer nicht mehr richtig fitgehalten und so weiter. Ich hätte vielleicht das Trainingslager bei den Sharks mitgemacht und dann eine Musikkarriere in den USA gestartet“ (lacht).

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