Jeden Monat gibt’s auf Journey erfrischende Interviews mit Promis aus Show und Sport. Heute: Alessandra Meyer-Wölden. Die Ex-Frau von Oliver Pocher spricht mit uns über ihr Leben in Florida.

Blitzlichtgewitter, rote Teppiche, Schlagzeilen in der Boulevardpresse: Jahrelang steht Alessandra Meyer-Wölden im Mittelpunkt. Verliebt in Tennisstar Thomas Haas, verlobt mit Tennislegende Boris Becker, verheiratet mit Comedian Oliver Pocher. Mit ihm hat sie drei Kinder. Nach der Trennung 2013 zieht sich die heute 32-Jährige in ihre Wahlheimat Miami zurück. Wir rufen sie in ihrem Haus in Miami an.

Coke, Coke Light, Coke Zero oder Coke Life?
„Mittlerweile Coke Zero. Die hat sich auch hier in den USA etabliert. Es gibt nichts Schöneres, als am Strand in der Sonne zu liegen und eine kalte Coke auf Eis zu trinken. Das ist mein absolutes Lieblingsgetränk.“

Bei uns ist es jetzt 16 Uhr, bei dir noch früh am Tag – oder?
„Na ja, es ist zehn Uhr. Das ist für mich eigentlich schon spät. Bei mir geht’s früh los. Meine Kinder werden zwischen sechs und sieben Uhr wach. Aber die Mama steht schon früher auf.“

Deine Tochter ist fünf Jahre alt, deine Zwillinge drei Jahre. Wie schwer fällt es dir, drei Kinder alleine im Ausland aufzuziehen und dich dann noch um deinen Beruf als Schmuckdesignerin zu kümmern?
„Ich würde lügen, wenn ich sage, es ist einfach. Ich habe Respekt vor jeder alleinerziehenden Mutter, weil es eine harte Aufgabe ist. Aber es ist machbar. Heutzutage ist es auch normal, eine berufstätige Mutter zu sein. Wenn die Kinder in der Schule sind, hat man Zeit zu arbeiten. Es ist halt eine Frage der Organisation.“

Keine Sehnsucht nach dem roten Teppich: Alessandra Meyer-Wölden
Keine Sehnsucht nach dem roten Teppich: Alessandra Meyer-Wölden

Wie kinderfreundlich ist Amerika – im Vergleich zu Deutschland?

„Amerika hat eine ganz andere Kultur. Hier ist es vielleicht etwas einfacher, die Amis sind halt lockerer drauf. Wenn du mit kleinen Kindern im Restaurant sitzt und es lauter zugeht, wirst du in Deutschland vielleicht etwas doof angeguckt. Hier lächeln die Leute eher und sprechen dich an. Das heißt aber nicht, dass Deutschland ein kinderunfreundliches Land wäre.“ 

Wie sieht ein normaler Tag aus im Hause Meyer-Wölden?
„Ganz normal, denke ich. Ich wecke die Kinder, wir frühstücken und ich bringe sie zur Schule. Dann koche ich und nutze jede freie Minute, um zu arbeiten und für mich zu sein. Dann hole ich die Kids ab und es geht weiter. Es dreht sich eigentlich alles um die Kinder.“

Vor ein paar Jahren war das noch anders. Du warst im Fokus der Klatschpresse. Vermisst du die roten Teppiche?

„Eigentlich nicht, ich habe das bewusst stark reduziert. Ich habe aus Erfahrungen gelernt und versuche jetzt, es anders zu machen. Dazu gehört auch, dass ich mein Privatleben unter Verschluss halte. Für mich funktioniert das zurückgezogene Leben mit meinen Kindern sehr gut. Ich habe die drei auch noch nie öffentlich gezeigt. Sie kennen dieses Leben gar nicht.“

Gab es ein Schlüsselerlebnis?
„Nein, das ist eher mit der Zeit gekommen. Ich habe mich durch das Muttersein komplett geändert. Jede Entscheidung, die ich treffe, bekommen meine Kinder früher oder später mit. Du kannst das Internet halt nicht löschen. Irgendwann googeln dich deine Kinder und fragen: ‚Mama, was hast du dir denn dabei gedacht? Du bist peinlich.' Und das versuche ich so gut es geht zu vermeiden. Ich genieße diese Ruhe und es selbst in der Hand zu haben, was ich von mir preisgeben möchte.“

Hast du denn bestimmte Sorgen, was deine Kinder über dich bei Google finden könnten?

„Nein, eigentlich nicht. Ihr Vater wird aber wohl irgendwann viele Fragen beantworten müssen (lacht). Aber Oli ist Oli, ich bin ich. Wir versuchen, mit unseren Kindern über alles offen zu sprechen und keine große Sache aus etwas zu machen. Dann gehen die Kinder damit auch locker um.“

Ihr Vater steht aber schon sehr in der Öffentlichkeit...
„Stimmt, da gehören natürlich auch Medienberichte dazu. Aber ein stückweit kannst du es auch steuern. Oli und ich haben damals besprochen, uns zurückzuhalten und keine Homestories zu machen, auch wenn es viel Geld bringt. Die Kinder können nichts dafür, dass ihr Vater in der Öffentlichkeit steht. Andere Leute gehen ins Büro, er geht ins Studio. Aber da müssen die Kinder ja nicht mit reingezogen werden.“

Ging es dir eigentlich auf die Nerven, dass du jahrelang als „Frau von...“ oder „Partnerin von...“ vorgestellt wurdest?

„Ach, das interessiert mich eigentlich gar nicht. Das ist halt einfach so. Es stimmt ja irgendwie auch. Ich bin die Ex-Frau von Oliver Pocher. Warum auch nicht? Ich habe mich schließlich irgendwann dazu entschlossen, diesen Mann zu heiraten und mit ihm Kinder zu haben. Es wäre schlimm, wenn ich dazu nicht stehen würde. Aber meine Freunde wissen, dass ich nicht nur 'die Ex-Frau von' bin, sondern mein eigenes Leben habe.“

Du hast Kommunikationswissenschaften studiert. Wie kam es dazu, dass du dann  Schmuckdesignerin geworden bist?
„Ich musste irgendwie mein Studium finanzieren und modeln wurde irgendwann langweilig. Eine Freundin fragte dann, ob ich nicht Lust hätte, Schmuck zu entwerfen. Wir haben ihn dann selbst getragen und wurden immer öfter darauf angesprochen. So fing es an. Es wurde immer größer, bis wir dann nach New York gezogen sind und unser Schmuck in vielen Läden verkauft wurde.“

Welchen Schmuck trägst du momentan?

„Im Moment trage ich gar keinen Schmuck. Ich laufe hier in der Regel auch mit Jogginghose und ungeschminkt rum.“

Du hast in Miami studiert und warst schon in Florida auf der Highschool. Ist es für dich erste oder zweite Heimat?

„Ich habe die Hälfte meines Lebens in Deutschland verbracht, die andere hier in den USA. Aber eigentlich würde ich Deutschland als meine erste Heimat bezeichnen. Die Staaten sind mein Zuhause.“

Vermisst du etwas aus Deutschland?
„Ja, viele Dinge. Hier ist es etwa unmöglich, gutes Brot zu bekommen. Brezeln, Krapfen, Berliner – die typisch deutschen Dinge fehlen mir. Meine Kinder lieben auch Leberkäse und Wiener Würstchen. Ich koche zwar oft deutsches Essen, aber es schmeckt trotzdem nicht wie zuhause.“

Das heißt, du willst deinen Kindern schon die deutsche Kultur näherbringen, auch wenn sie in den Staaten aufwachsen?
„Auf jeden Fall. Sie sind natürlich amerikanisiert und tendieren zur englischen Sprache, weil in der Schule natürlich kein Deutsch gesprochen wird. Aber sie sind zweisprachig und wissen, wo ihre Wurzeln liegen. Zuhause sprechen wir konsequent Deutsch.“

Könntest du dir vorstellen, wieder nach Deutschland zu ziehen?
„Ich habe aufgehört, langfristige Pläne zu schmieden. Ich fühle mich momentan wohl, und es gibt keine Pläne zurückzukommen. Aber man weiß ja nie, was im Leben noch alles passiert.“

Mit wem würdest du dich gerne mal auf 'ne Coke treffen?
„Meryl Streep, meine absolute Lieblingsschauspielerin.“

Die fünf Lieblingssongs von Alessandra Meyer-Wölden: Jetzt in unserer Spotify-Playlist anhören! 

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