Jeden Monat gibt’s auf Journey erfrischende Interviews mit Stars aus Show und Sport.

Heute: 5 Seconds of Summer. Die vier Teenie-Rocker aus Australien werden im Internet und mit ihrem neuen Album zur Nummer Eins in den USA und Großbritannien. Seit vier Jahren sind sie nahezu ununterbrochen auf Tournee. Wie ist das, wenn man mit 17 das letzte Mal zuhause war?

VIER JUNGS AUS SYDNEY werden 2011 zum YouTube-Phänomen. Millionen Nutzer klicken ihre Cover-Versionen von Justin Bieber oder Chris Brown an. So richtig los geht die Karriere aber erst, als Louis Tomlinson von der Boyband One Direction einen Link zu ihrem Video twittert. Ab da geht es steil bergauf für Ashton Irwin (21), Calum Hood (19), Luke Hemmings (19) und Michael Clifford (20) von 5 Seconds of Summer. Sie gehen zweimal mit One Direction auf Welttournee und platzieren ihr zweites Album „Sounds Good Feels Good“ auf Platz Eins in Australien, den USA und Großbritannien und Platz Drei in Deutschland. Bevor sie im Frühjahr zu uns auf Tour kommen, treffen wir Drummer und Sänger Ashton in einem Berliner Hotel.

Coke, Coke Light, Coke Zero oder Coke Life?
„Ich mag Coke Zero. Ich erinnere mich, dass all meine Lehrer das früher getrunken haben. Das hat offenbar ihre Fähigkeiten gefördert, uns etwas beizubringen.”

Ashton Irwin - Selfie
SELFIE in Berlin: Ashton Irwin

Wo ist denn der Rest der Band?
„Luke und Calum sitzen nebenan und geben Interviews. Eigentlich sollte Michael noch hier sein. Der hat sich aber bei unserem Gig gestern in London den Fuß verletzt, als er von der Bühne gefallen ist. Wir hatten dort vorher nicht geprobt. Aber ihm geht’s ganz gut. Er lässt sich gerade von einem Arzt untersuchen.“

Aber euch muss es trotzdem gut gehen momentan. Euer Album hat es in elf Ländern auf Platz Eins geschafft...
„Ja, das war eine großartige Nachricht für uns. Vor allem für uns als Australier ist das etwas Besonderes. Das haben noch nicht viele aus unserem Land geschafft. Das macht uns natürlich stolz.“

Habt ihr das geplant oder kommt das völlig überraschend?
„Wenn du dein Herz und deine Seele in ein Album steckst, dann kannst du fast davon ausgehen, dass es dich erfüllt – unabhängig von den Verkaufszahlen. Wir waren sehr selbstbewusst. Wir lieben das Album und wussten, dass es dann auch unsere Fans lieben. Sie sind der Schlüssel zu unserem Erfolg.“

Ihr wart in den letzten Jahren quasi nonstop auf Tour. Wann warst du zum letzten Mal für eine längere Zeit zuhause?
„Ich war seit 2011 nicht mehr wirklich zuhause. Damals war ich 17 Jahre alt. Ich habe bislang kein Geld für ein Haus oder eine Wohnung gehabt. Natürlich ist es lukrativ, auf Tour zu gehen. Darum werde ich mir das jetzt leisten. Das ist ein spannender Moment in meinem Leben. Aber ich brauche endlich eine Basis, ein Zuhause.“

Das Gefühl hattest du vorher nicht?
Eigentlich haben wir die Band damals gegründet, um weg von zuhause zu kommen. Nicht, weil es mir bei meiner Familie nicht gefallen hat. Aber ich mochte den Ort nicht, an dem wir gewohnt haben und wollte da raus. Aber jetzt wäre es schön, einen Ort zu haben, an dem ich meinen Koffer mal auspacken könnte.“

Solange ich meine Kopfhörer, meinen Pass und
mein Portemonnaie habe, kann ich von mir aus überall hin.


Du lebst also aus dem Koffer?
„Ja. Ich habe eigentlich zwei Koffer, superschick. Das bin ich - seit vier Jahren mittlerweile.“

Was muss unbedingt in den Koffer, wenn es auf Tour geht?
„Es klingt echt kitschig für einen Musiker, aber solange ich meine Kopfhörer, meinen Pass und mein Portemonnaie habe, kann ich von mir aus überall hin.“

Auf 'ne Coke mit... Hier alle Interviews lesen

Laptop?
„Der ist nicht ganz so wichtig. Ich mache fast alles mit dem Smartphone. Der Laptop macht nur Sinn, wenn wir längere Zeit im Hotelzimmer sind.“

Habt ihr bei so vielen Reisen schon mal Ärger am Zoll gehabt?
„Wir brauchen nur immer wahnsinnig lange, um nach Großbritannien einzureisen. In allen anderen Ländern ist das kein Problem, da mögen sie uns.“

Wie können wir uns die Flüge vorstellen? Privatjet?
„Nein, nein. Das kommt nur selten vor. Wenn wir zwei Auftritte an einem Tag haben zum Beispiel. Aber es ist ziemlich teuer. Wir fliegen normal Economy. Auf langen Flügen schmeiße ich vorher ungefähr drei Schlaftabletten ein, schlafe die ganze Zeit durch. Die Filme an Bord hab' ich nämlich schon fast alle gesehen. Ich freue mich immer, wenn sie das Angebot ändern. Aber meistens nutze ich die Zeit wirklich zum Schlafen.“

Die meiste Zeit verbringt ihr also im Flugzeug und im Hotel. Was ist das Wichtigste für dich in einem Hotel?
„Das Essen! Es ist oft schwer, auf Tour gut zu essen. Wir essen meist Sandwiches mit Schinken und Käse. Dann ist es gut, abends in ein Hotel einzuchecken und sich verwöhnen zu lassen. Das Bett ist nicht ganz so wichtig wie das Essen. Ich kann eigentlich überall schlafen.“

Seit eurem Erfolg seid ihr Teil der Glamour-Welt. Lest ihr den Gossip, der über euch und andere Stars geschrieben wird?
„Ich glaube, es ist zu einem gewissen Punkt wichtig, sich das anzuschauen. Es ist das, was die Öffentlichkeit konsumiert. Es ist interessant zu schauen, wo man selbst steht, was andere über dich schreiben. Ich habe bislang noch nicht allzu viele dumme Dinge über mich lesen müssen. Aber man weiß nie, was kommt...“

Es gibt doch manchmal nichts Besseres als einen kleinen Skandal – oder? Die Leute amüsieren sich darüber.


Aber ihr redet schon darüber, wenn plötzlich Nacktfotos von Justin Bieber auftauchen? Auch das könnte euch ja treffen...
„Ja, darüber haben wir gesprochen. Du musst dir immer bewusst sein, dass du ein Entertainer bist. In der Musikindustrie lieferst du Entertainment auf allen Ebenen, nicht nur auf der Bühne. Die Fans wollen wissen, wie es dir geht, was du machst. Es gibt doch manchmal nichts Besseres als einen kleinen Skandal – oder? Die Leute amüsieren sich darüber. Solange der Künstler nicht nachhaltig geschädigt wird, finde ich das okay. Meist löst sich die Story nach einem Tag wieder in Luft auf.“

Wenige Wochen nach euch haben Justin Bieber und One Direction ihre neuen Alben rausgebracht. Wie stehst du zu deren Musik?
„Ich habe mich wirklich darauf gefreut, zwei total verschiedene Alben. Ich mag Justins neuen Dance-Stil und die Produktion. Aber natürlich haben wir eine besondere Beziehung zu One Direction und waren gespannt auf ihr erstes Album zu Viert. Sie haben eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Sie kamen – so wie wir – aus dem Nichts und sind jetzt die angesagteste Teenie-Band der Welt. Es ist schade, dass wir sie erstmal nicht mehr live sehen können.“

Ihr wart zwei Jahre mit One Direction auf Tour, jetzt legen sie eine Pause ein. Wie sehr hat dich diese Entscheidung überrascht?
„Ich finde es eher einen schlauen Zug. Wenn du klug genug bist zu realisieren, dass deine Band eine Pause braucht, um sich in der Zukunft zu entwickeln, dann ist das ein richtiger Schritt.“

Auf was freust du dich, wenn du bald wieder nach Australien kommst?
„Ganz klar: Weihnachten. Ich genieße die Zeit mit meiner Familie sehr. Ich habe 16 kleine Cousins, es herrscht absolutes Chaos. Es ist spannend für mich zu sehen, wie sie sich verändert haben. Wir haben in der Familie ein Talent darin, uns gegenseitig zu inspirieren mit dem, was wir tun. Viele meiner Cousins haben nach meinem Erfolg angefangen, selbst ein Instrument zu lernen. Sie wollen Schlagzeug spielen, singen, schauspielern. An den Feiertagen wollen sie mir natürlich zeigen, welche Fortschritte sie gemacht haben.“

Wie schaffst du es denn, für sie alle Geschenke zu besorgen?
„Ich hatte bislang noch keine Zeit. Das muss ich alles machen, wenn ich zuhause bin. Innerhalb der Band schenken wir uns zum Glück nichts zu Weihnachten. Wir haben gemerkt, dass wir gar keinen Platz für Geschenke haben in unseren Koffern. Es ist das erste Jahr, in dem ich selbst genug Geld habe, alle in meiner Familie zu beschenken. Das ist ein schönes Gefühl.“

Es ist das erste Jahr, in dem ich genug Geld habe, alle in meiner Familie zu beschenken. Ein schönes Gefühl.


Mit wem würdest du dich gerne mal auf 'ne Coke treffen?
„Die Person habe ich eigentlich schon getroffen: Dave Grohl von den Foo Fighters. Er hatte einen großen Einfluss auf mich. Er war Schlagzeuger, hat dann eine Band angeführt und ist auch noch ein toller Songwriter. Er hat mir das Selbstvertrauen gegeben, auch gute Songs für meine Band schreiben zu können. Zu ihm schaue ich auf.“

Folge 5 Seconds of Summer auf Facebook, Twitter und Instagram!

Folge Ashton Irwin auf Facebook, Twitter und Instagram!

Die fünf aktuellen Lieblings-Songs von Ashton von 5 Seconds of Summer:
Jetzt in unserer Spotify-Playlist anhören! 



Newsletter Abo