Es ist ein klassischer Fall von Glück im Unglück: Der Winzer Georg Kreuzberg ersteigert im Jahr 1852 einen Weinberg in der Eifel. Doch Reben wollen darauf partout nicht gedeihen. Kreuzberg geht der Sache auf den Grund. In der Tiefe findet er: Wasser. Und was für eins!

Edles Mineralwasser in Tonkrügen

Kreuzbergs Mineralwasser ist ein Hauptgewinn – mit quelleigener Kohlensäure in bester Qualität. Dank der vulkanischen Böden in der Eifel enthält es wichtige Mineralstoffe. Fehlt nur noch ein würdiger Name: Er benennt es nach dem heiligen Apollinaris, einem Schutzheiliger des Weines.

Kreuzberg selbst will daraufhin verständlicherweise kein Winzer mehr sein. Er lässt die Wasserquellen freilegen und setzt bereits im Jahr 1860 ganze 40.000 Tonkrüge mit Apollinaris Mineralwasser ab. 1870 sind es schon beinahe zwei Millionen Füllungen. Drei Jahre später wird die „Apollinaris Company Limited“ gegründet.

Die Queen ist „very amused“

Sechs Millionen Tonkrüge gelangen 1875 auf dem Seeweg nach England. Auf der anderen Seite des Kanals ist man über das edle Wasser aus Deutschland „very amused“. Das Urteil der Briten: Das Wasser sei „klar wie Kristall, weich wie Samt und moussierend wie Champagner“. Schöner hätten wir es auch auf dem Kontinent nicht sagen können.

Die Kombination von Wahlspruch – „The Queen of Tablewaters“ – und hoher Qualität überzeugt auch das englische Königshaus. Was folgt ist das Pendant zum Ritterschlag: Queen Victoria und ihr Sohn Edward ernennen Apollinaris 1897 zum königlichen Hoflieferanten.

Glasflasche macht Apollinaris zur Weltenbummlerin

Die Einführung der Glasflasche macht das feinperlige Quellwasser auch für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich. Sie verringert die Kosten und bringt neue Perspektiven für Produktion und Export. Apollinaris wird nun weltweit ausgeschenkt, 28 Millionen Flaschen allein im Jahr 1900. Damaliger Look aus heutiger Sicht: stylishe Vintage-Flasche mit Bügelverschluss aus Keramik. 

Die neue Apollinaris-Flasche ist eine echte Weltenbummlerin. Nur jede zehnte Flasche bleibt in der Heimat. 90 Prozent der Produktion aus der eigenen Flaschenfabrik in Sinzig gelangen per Schiff in die ganze Welt. Ab 1923 erhält das Unternehmen den neuen Namen Apollinaris Brunnen Actiengesellschaft. Im Jubiläumsjahr 1952 nimmt Apollinaris ihre erste moderne Abfüllanlage in Betrieb.

Minimales Design hebt sich ab

Seit damals hat sich einiges geändert: Inzwischen ist Apollinaris ausschließlich in Deutschland erhältlich und auch das Flaschendesign ist moderner geworden – die Qualität des Mineralwassers ist gleich hoch geblieben. Der Titel „natürliches Mineralwasser“ gewährleistet, dass das Wasser aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen stammt und von ursprünglicher Reinheit ist.

Diese Qualitäten inspirierten Peter Schmidt beim Entwurf der neuen Apollinaris-Flasche. „Die Marke muss sich nicht dekorieren und macht keine falschen Versprechungen. Das soll auch das Design transportieren. „Mein Wunsch war es, dass das Design der Flasche von Schlichtheit und minimalen Gestaltungselementen geprägt ist und sich deutlich von anderen Wasserflaschen abhebt – wie es sich für eine Marke wie Apollinaris gehört“, so Peter Schmidt.

Weitere Informationen zur Geschichte und zu der Marke Apollinaris finden Sie auf der Website von Apollinaris.