Ein Zischen beim Öffnen und jeder weiß: Jetzt gibt es eine kühle Erfrischung! Die Getränkedose ist eine praktische Sache -  gerade für unterwegs. Sie ist bruchfest, wiegt praktisch nichts, ist leicht zu transportieren und hält die Flüssigkeit länger kühl als andere Verpackungen. Zu den bekanntesten Vertretern ihrer Art zählt ohne jede Frage die rote Coca-Cola Dose: Im Jahr 1963 kam sie in Deutschland auf den Markt. Jetzt wird sie  50 Jahre alt. Eine Erfolgsgeschichte. 

50 Jahre Dosen - Diamond Dose 2

Das ursprüngliche Erscheinungsbild der Coke Dose: aus dickem Blech in drei Teilen gefertigt und mit Lötnähten geschlossen


Lifestyle-Verpackung

Die Beliebtheit der Getränkedose ist eng verknüpft mit der deutschen Geschichte. In der Wirtschaftswunderzeit wurden die Bundesbürger mobiler. Sie reisten mit dem eigenen Auto durch Deutschland und Europa, im Gepäck die praktische kleine rote Dose. Die Verpackung entsprach genau dem Zeitgeist und war fast schon ein Symbol der Unabhängigkeit.

Zunächst noch aus dickem Blech in drei Teilen gefertigt und mit Lötnähten geschlossen, hat die Coke Dose in den vergangenen fünf Jahrzehnten ihr Erscheinungsbild deutlich verändert. Heute besteht sie nur noch aus zwei Teilen – dem Dosenkörper und dem Deckel - und wird aus extrem dünn gewalztem Weißblech hergestellt. Die Wände sind gerade mal so dick wie ein menschliches Haar. Was auch viele Dosen-Fans nicht wissen: Weißblech ist unendlich recycelbar und die Recyclingrate der Dose liegt in Deutschland bei etwa 96 Prozent.

Weil die Coke für zwischendurch eine sehr individuelle Einheit ist, gibt es inzwischen weit mehr als den "Klassiker" mit 0,33 Litern Inhalt. Bei den Größen ist Vielfalt gefragt und kleinere Einheiten werden immer beliebter. Deshalb bietet Coca-Cola in Deutschland seit 2010 auch eine Dose mit 0,25 Litern an; im Oktober 2013 gibt es für kurze Zeit auch eine 0,15 Liter Dose Coke.

50 Jahre Dosen - Diamond Dose 1

Diamond-Design 1963-1965



Jede Zeit hat ihre Liebhaberstücke

Die Dose ist übrigens weit davon entfernt, nur ein praktisches Transportmittel zu sein, zumindest einige Exemplare haben es zum begehrten Sammlerstück gebracht. So steht zum Beispiel die erste Coke Dose, wegen ihres weißen, rautenförmigen Aufdrucks „Diamond Dose“ genannt, bis heute als begehrtes Objekt in vielen privaten Regalen. Die Ur-Dose ist aber nicht die einzige Verpackung mit Kult-Satus. Rund um die Dose hat sich eine richtige Sammlerszene gebildet. Menschen, die sich gleichermaßen für die Verpackung wie für das Produkt begeistern, sammeln seltene Dosen, treffen sich auf Sammlerbörsen und archivieren ihre Stücke.




Die Coke Dose als Medium

Beliebte Sammlerstücke sind vor allem die Sondereditionen der Dose, zum Beispiel zur Fußball  Bundesliga oder spezielle Musik-Editionen oder Dosen im Weihnachts-Design.

Im Rahmen der zeitlich begrenzten Aktion „Trink ‚ne Coke mit…“ verzichtete Coca-Cola 2013 erstmals vorübergehend auf sein Markenlogo zu Gunsten von  Begriffen aus der Jugendsprache wie: „Held“, „Prinzessin“ und acht weiteren Kosenamen.

Dosen-Größenverhältnisse

Die 0,15 Liter, 0,25 Liter und 0,33 Liter Coca-Cola Dose im Vergleich


Aber die Dose kann noch mehr als Getränke umhüllen und Sammlermotive präsentieren. Seit einigen Jahren trägt die Coke Dose einen QR-Code. Der Code kann mit einem Smartphone eingelesen werden und führt zu aktuellen Informationen rund um das Produkt und seine Kampagne. Damit ist die Dose nicht nur Verpackung, sondern auch Medium. 

Materialeinsatz, Aufdruck, Größe – die Coke Dose hat sich seit 1963 kontinuierlich verändert, doch eins ist stets gleich geblieben: der erfrischende Inhalt und das Zischen beim Öffnen.

Bilder: Coca-Cola, Sven Riemer

Slide show:Slideshow - 50 Jahre Coca-Cola Dosen



ZUR GESCHICHTE VON COCA-COLA IN DER DOSE

Podcast: Interview mit Felix Picker, Coca-Cola GmbH


Video Space Can: Ein Experiment von Studenten aus Atlanta