• Das 2013 gestartete Ekocenter Projekt will wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung in Entwicklungsländern fördern.
  • 100 Ekocenter, Orte für Strom, Wasser und weitere Dienstleistungen, hat Coca-Cola bereits in Afrika und Asien errichtet, bis Ende 2016 sollen es 177 sein.
  • Solarkiosk, ein Start-up aus Berlin, baut die Ekocenter.
  • Weitere Partner des Projektes sind unter anderem Philips, Ericsson und Water.org.

Ein Ekocenter ist wie ein nützlicher Marktplatz. Am schwarz-roten Kiosk können die Bewohner etwas einkaufen und in den Abendstunden im Licht der solarbetriebenen Lampen mit den Nachbarn plaudern. Währenddessen können sie ihr Handy aufladen, anschließend ein wenig im Internet surfen. Das praktische rote Dach, das die Solarpanele trägt, schützt sie an Regentagen. An manchen Kiosken gibt es zudem sauberes Trinkwasser.

Ekocenter in Berekuso, Ghana
Ekocenter in Berekuso im Osten Ghanas

Betrieben werden Coca-Cola Ekocenter fast ausschließlich von Frauen. Ziel des Projektes ist es, wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung in kleinen und ländlichen Gemeinden voranzubringen und vor allem Frauen eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Denn gerade Frauen als Kleinunternehmerinnen kommt sehr häufig eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Gemeinden in Entwicklungsländern zu. Und nicht zuletzt geht es natürlich darum, allen Menschen den Zugang zu Grundnahrungsmitteln, zu sauberem Wasser, zu Strom sowie Informationen und Bildung zu ermöglichen.

Ekocenter in Rubona, Ruanda
EIN JUNGE schaut fern im Ekocenter in Rubona, Ruanda. Hinterm Tresen: Betreiberin Jeanette Umuhoza. 

Auf 177 in 2016

Bereits 2013 hat Coca-Cola das Ekocenter Projekt gestartet. Durch die weit verzweigte Infrastruktur des Unternehmens in mehr als 200 Ländern gelingt es, ein solches Projekt auch in schwer erreichbaren Regionen voranzubringen. Ekocenter gibt es in Afrika und Asien, so etwa in Kenia und Äthiopien, Ruanda und Tansania. Das 100. Ekocenter steht seit Kurzem in der Ha Long Bay (Vietnam) in einem Gebiet, wo lokale Fischer wohnen: Hier gibt es nun ein Ekocenter Kiosk, eine Wasseraufbereitungsanlage, ein Gemeinschaftshaus und ein Sportgelände.

Die bestehenden Ekocenter bieten rund 500 Frauen eine berufliche Perspektive und produzieren jährlich etwa 250.000 Kilowattstunden erneuerbare Energie. Durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre hat sich das Konzept weiterentwickelt. Mit einem neuen Partner – dem Berliner Start-up Solarkiosk – lässt Coca-Cola in den nächsten Monaten mehr als 70 weitere Ekocenter aufbauen. 177 soll es im Laufe des Jahres 2016 insgesamt in mindestens zehn Ländern in Afrika und Asien geben.

Ekocenter in Tundwi Songani, Tansania

Ekocenter in Tundwi Songani, Tansania, Betreiberin: Fadhiri Desela


Ein Berliner Start-up

Leichtes, solides, modulares Design: Die aktuelle Version des Ekocenter stammt aus der Werkstatt des Berliner Start-ups Solarkiosk. Seit 2012 bringt das Unternehmen mit dem Solarkiosk solche kleinen sonnenbetriebenen Wirtschaftseinheiten in Entwicklungsländer – so etwa nach Tansania, Botswana und Ghana. Mit seinem Know-how ist das Unternehmen der ideale Partner für die Ekocenter von Coca-Cola. Was übrigens auch umgekehrt gilt. „Wir hatten von Anfang an Coca-Cola im Kopf“, sagt Lars Krückeberg, Gründer von Solarkiosk, „die Vision des Ekocenter passt perfekt zu dem, was wir mit Solarkiosk in den vergangenen Jahren gemacht haben.“ Sein Mit-Gründer Wolfram Putz ergänzt: „Gemeinsam erreichen wir die Menschen, denen Ideen wie Ekocenter und Solarkiosk zu Gute kommen sollen, sehr viel schneller.“ Die kleinen Wirtschaftseinheiten können laut Krückeberg vielen Menschen helfen – „Sie bieten die Möglichkeit, einen großen Teil der Welt zu verändern“, sagt er.

Mehr Informationen über die EKOCENTER findest du hier