Die Berlin Geekettes und Coca-Cola sind Gastgeber des größten deutschen Hackathons für Frauen in Berlin

Berlin, 14. Oktober 2013 - Frauen und Technik passen wunderbar zusammen. Das beweist einmal mehr der „All Women-Hackathon“, der am Wochenende in der Zentrale von Coca-Cola in Berlin stattfand. „Hackathon“ setzt sich zusammen aus Hacken und Marathon – sprich ein Marathon im Erstellen von Apps und anderen Computerprogrammen. Vom 11. bis 13. Oktober fanden 115 Programmiererinnen, Entwicklerinnen und IT-Designerinnen aus zehn Ländern in der Hauptstadt zusammen und entwickelten alleine oder in Teams innovative IT-Lösungen, die das tägliche Leben erleichtern. 

Hackathon - Pause

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Unter den 27 brandneuen Programmen befinden sich Netzwerk-Apps für technikbegeisterte Frauen, Lern-Apps für Kinder sowie ein digitaler Catering-Service. Den ersten Preis gewann eine Anwendung, die Mädchen in Entwicklungsländern bei einem sensiblen Thema auf neue Weise aufklären soll. Bei „Period Quest“ dreht sich alles um die Menstruation. Das siebenköpfige Sieger-Team aus Hamburg, München und Berlin begeisterte mit einem aufklärenden Computer-Spiel, das wesentliche Tipps zur Hygiene gibt. Bedarf für das Spiel gibt es mehr als genug: 48 Prozent der Mädchen im Iran, zehn Prozent in Indien und sieben in Afghanistan halten die Menstruation für eine Krankheit.

Der Hackathon startete am Freitagabend mit einem ersten Kennenlernen und einer kurzen Technik-Vorstellung. Die Teilnehmerinnen aus zehn Ländern kamen mit Laptops, Schlafsäcken und Kissen im Gepäck in die Hauptstadt. Technische Infrastruktur, freie Kost und Logis fanden die Hackerinnen in der Berliner Zentrale von Coca-Cola. Am Samstagvormittag stellten die Teilnehmerinnen ihre Ideen vor und bildeten Teams. Dann ging es für über 24 Stunden an die Computer. Sonntagmittag waren die Neuentwicklungen fertig für die Präsentationen. Um 17 Uhr dann der spannendste Moment: die Preisvergabe. Insgesamt wurden sieben Preise der Sponsoren vergeben.

Die Siegerinnen fielen sich glücklich in die Arme. 24 Stunden konzentriertes Arbeiten, Programmieren und Tüfteln lagen hinter ihnen. Drei von ihnen fliegen nach Atlanta, wo sie sich in der weltweiten Zentrale von Coca-Cola mit Top-Managerinnen zum Erfahrungsaustausch treffen. Danielle Keiser, gebürtige Kalifornierin, die mittlerweile in Berlin arbeitet und zum Gewinnerteam gehört: „Ich freue mich sehr, dass gerade unser Thema gewonnen hat. Es war eine unglaubliche Erfahrung, mit dem Team zusammenzuarbeiten. Wir kannten uns vorher nicht, jede brachte andere Erfahrungen ein und am Ende stand ein großartiges Ergebnis.“ 

Hackathon Berlin Geekettes

Größter Hackathon für Frauen in Deutschland

Der Hackathon war die größte Veranstaltung dieser Art bisher in Deutschland. Veranstalter waren die Berlin Geekettes (weibl. für „geek“ = Technikfreund). Die Geekettes sind ein Zusammenschluss junger, erfolgreicher Technikspezialistinnen. Sie wollen Frauen in der männerdominierten Technologiebranche fördern, um Vielfalt und Innovationen zu verstärken. Für diesen Einsatz nominierte die EU-Kommission die Geekettes  jüngst für den Digital Impact Award. 

Hackathon - Impressionen

Das Ende des Hackathons ist der Anfang der Zusammenarbeit

Jess Erickson, Gründerin und Vorsitzende der Berliner Geekettes, zieht ein positives Fazit: „Die Ideen und Projekte, die in so kurzer Zeit entwickelt wurden, haben eine sehr  hohe Qualität. Die Atmosphäre an diesem Wochenende war unglaublich motivierend. Wir haben viele kreative Frauen miteinander vernetzt.“

Auch für Nadine Ziese, Personaldirektorin von Coca-Cola Deutschland, ist der Berlin Geekettes Hackathon ein voller Erfolg: „Coca-Cola will Innovationen und Frauen fördern. Die Veranstaltung bot ein tolles Umfeld, in dem die Frauen ihre Ideen verwirklichen und sich miteinander vernetzen konnten.“