Jeder fünfte Berliner Mitarbeiter folgt Aufruf der Knochenmarkspenderdatei

Berlin, 14. Juli 2015
Insgesamt 159 Mitarbeiter der Berliner Standorte von Coca-Cola ließen sich Ende Juni als Stammzellenspender registrieren. Damit folgte fast jeder fünfte der derzeit 822 Berliner Beschäftigten einem Aufruf der Deutschen
Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und des Unternehmens – eine überdurchschnittlich hohe Quote der Hilfsbereitschaft. Coca-Cola hatte sich bereit erklärt, die Kosten für die Registrierung und Bestimmung der Merkmale per Wangenabstrich in Höhe von 50 Euro pro Spender zu übernehmen. Das Unternehmen hat seit 2007 bereits zum sechsten mal eine solche Aktion in Deutschland durchgeführt, davon zum dritten Mal in Berlin.
Laura Brosch, Mitarbeiterin bei Coca-Cola in Berlin und eine von 159 neuen Mitgliedern der Deutschen Knockenmarkspenderdatei
Laura Brosch, Mitarbeiterin bei Coca-Cola in Berlin und eine von 159 neuen Mitgliedern der Deutschen Knockenmarkspenderdatei

„Das Interesse und die Bereitschaft sich zu registrieren waren riesig. Vor allem hat mich gefreut, dass sehr viele junge Menschen und solche mit vielfältigen und damit sehr seltenen Gewebemerkmalen unserem Aufruf gefolgt sind“, sagt Annika Schirmacher, verantwortlich für die Spenderneugewinnung bei der DKMS. Nicole Spiewok organisierte als Human Resources Coordinator der Coca- Cola GmbH die Registrierung an den beiden Standorten von Coca- Cola in Berlin, der Produktion in Hohenschönhausen und der Zentrale in der Stralauer Allee in Friedrichshain. Sie zeigt sich von der großen Resonanz ebenfalls sehr beeindruckt: „Es macht mich stolz, Teil dieses Unternehmens zu sein, in dem es so viele Menschen gibt, für die Helfen einfach selbstverständlich ist“.
Anlass für die Aktion zur Registrierung neuer Stammzellenspender bildete die aktuelle Erkrankung eines Kollegen in der Londoner Niederlassung von Coca-Cola. Dessen drei Töchter hatten das Unternehmen gebeten, innerhalb der weltweit 275.000 Coca-Cola Mitarbeiter nach möglichen Spendern zu suchen. Nadine Hoffmann, Referentin Gesundheitsmanagement bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG schildert die Motivation von Coca-Cola, den Aufruf zu unterstützen: „Alle 16 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Aktuell ist leider auch einer unserer Coca-Cola Kollegen aus London betroffen und als großes Unternehmen sehen wir uns in der Verantwortung, aktiv bei der Suche nach Stammzellenspendern zu unterstützen. Die Zahl der typisierten Menschen in Deutschland ist noch viel zu gering. Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag zu deren Erhöhung leisten konnten.“
Zum Hintergrund:
Eine Stammzellenspende erfolgt nach Informationen der DKMS zumeist über die sogenannte periphere Stammzellenentnahme. Dabei wird der Körper durch ein Medikament stimuliert, Stammzellen zu produzieren. Diese werden dann in einem speziellen Verfahren dem Blut entnommen. Langzeitnebenwirkungen dieses Verfahrens sind nicht bekannt. Wesentlich seltener wird eine Spende über die Entnahme des Knochenmarks aus dem Beckenbereich operativ durchgeführt. Das Risiko für den Knochenmarkspender beschränkt sich hier im Wesentlichen auf das Narkoserisiko. Ein eventueller Verdienstausfall und alle anderen Kosten des Spenders werden von der Krankenkasse des Patienten übernommen. In beiden Fällen wird der Spender vor der Entnahme umfassend aufgeklärt und eingehend ärztlich untersucht. Weitere Informationen finden Sie unter www.dkms.de.