Von der Familienpackung bis zur handlichen 0,5-Liter-Flasche, dank vielfältiger Verpackungsgrößen gibt es für jede Situation das passende Getränk. Vor allem die praktischen Kunststoffflaschen aus Polyethylen (PET) sind beliebt. Aber was passiert mit den robusten Leichtgewichten, wenn sie im Pfandautomaten verschwinden? Denn egal welche Größe, ob Einweg oder Mehrweg, PET-Flaschen befinden sich in einem Materialkreislauf.

Hohe Qualitätsstandards bei Mehrweg
PET-Mehrwegflaschen werden nach der Rückgabe im Getränkemarkt zu den Produktionsstätten transportiert. Dort werden sie sortiert, auf Beschädigungen kontrolliert und mehreren Qualitätstests unterzogen. Zusätzlich beschnüffeln sogenannte Sniffer jede Flasche hinsichtlich fremder Gerüche. Nur einwandfreie Flaschen kommen weiter in die Reinigung, die restlichen werden recycelt. Die sauberen Flaschen werden nun mit den Getränken befüllt. Fehlt nur noch das Etikett, dann geht es zurück in den Handel. PET-Mehrwegflaschen durchlaufen diesen Prozess im Schnitt 15 Mal. Beim größten deutschen Getränkehersteller Coca-Cola werden rund 70 Prozent aller Getränke in Mehrweg-verpackungen verkauft. Im gesamten deutschen Getränkemarkt beträgt der Anteil nur etwa 40 Prozent.

Einsatz von Recyclingmaterial steigt weiter
Die aussortierten PET-Mehrwegflaschen landen nicht etwa im Müll: Das Material ist eine wertvolle Ressource. Zusammen mit den Einwegflaschen wandern sie ins Recycling. Hier werden sie zerkleinert, aufbereitet und wieder Teil neuer Verpackungen. PET-Einwegflaschen für Getränke von Coca-Cola bestehen im Schnitt zu 23 Prozent aus Recyclingmaterial. Ziel ist es, diesen Anteil auf 50 Prozent zu erhöhen, denn geschlossene Materialkreisläufe senken den Bedarf an neuen Rohstoffen und den CO2-Ausstoß. Bei Getränkekästen von Coca-Cola liegt der Anteil an Recyclingmaterial bereits bei bis zu 100 Prozent. Diese Anstrengungen sind Teil der Coca-Cola Nachhaltigkeitsstrategie „Lebe die Zukunft“. Fast 13.000 Tonnen Kunststoff hat der Getränkehersteller 2009 recycelt – das entspricht dem Gewicht von 4.500 ausgewachsenen Elefanten.

PET: die Zukunft hat erst begonnen
Praktisch, sicher, hygienisch und mit besonders geringem Materialaufwand hergestellt – so sieht eine moderne Getränkeverpackung aus. Polyethylen (PET) hat wegen seines geringen Transportgewichts, seiner Bruchfestigkeit und des vergleichsweise geringen Herstellungsaufwands einen wichtigen Platz neben der Glasflasche eingenommen. Die technologische Weiterentwicklung ermöglicht es, durch Materialeinsparungen und höheren Recyclinganteil immer umweltschonendere Getränkeverpackungen herzustellen und so Kohlendioxid (CO2) einzusparen.