Coca-Cola präsentiert: Steffi Biester's Geschichte über junge Menschen, Talente, Chancen und Straßenfußball


Seit der Kindheit folgt sie ihrem Gefühl für Gerechtigkeit und macht sich im Alltag immer wieder für andere stark. Was früher oft auf Gegenwind stieß, ist heute Berufung und Beruf zugleich: Steffi Biester ist eine der Initiatoren des Straßenfußball-Projektes KICKFAIR, das jungen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten Freude, Hoffnung und Heimat gibt. 


Raum für Begegnungen

Steffi Biester begann vor mehr als zehn Jahren, sich innerhalb des bundesweiten Projektes „Integration durch Sport“ zu engagieren. Schon damals hatte sie eine genaue Vorstellung von dem, was sie erreichen wollte. „Menschen aus anderen Ländern sollen nicht lernen, sich uns anzupassen. Wir alle müssen lernen, miteinander umzugehen“, sagt die Stuttgarterin. Und so gründete sie einige Jahre später gemeinsam mit Jochen Föll einen Verein, der sich vor allem für sozial benachteiligte Jugendliche engagiert. KICKFAIR gibt jungen Menschen die Möglichkeit, von- und miteinander zu lernen. Der Straßenfußball ist dabei mehr als nur Sport. Er ist eine Begegnungsplattform: Ganz gleich welche Hautfarbe, Religion, ob Junge oder Mädchen, sportlich oder unsportlich – jeder kann mitmachen und mitgestalten. Vorbild dafür war ein Straßenfußballprojekt in Kolumbien: Mädchen und Jungen treten in gemischten Teams gegeneinander an, ohne Schiedsrichter. Diese Spielweise hat KICKFAIR weiterentwickelt. Die jungen Straßenfußballer verhandeln die Regeln vor jedem Spiel neu und bewerten anschließend, wie gut sie sich daran gehalten haben. Denn Punkte gibt es nicht nur für geschossene Tore, sondern auch für Fairness.
Kickfair Straßenfußball

Raum für Begegnungen: Die Regeln werden vor dem Anpfiff ausgehandelt, was zählt ist Fairness, nicht Alter, Geschlecht, Hautfarbe oder Religion


Junge Menschen im Mittelpunkt

Steffi Biester setzt sich mit KICKFAIR nicht nur für die jungen Menschen ein. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, sich für andere Jugendliche zu engagieren. Einige sind viele Jahre dabei, unterstützen als Mentoren, entwickeln eigene Projekte, übernehmen Verantwortung. Ihr Engagement geht inzwischen über den Sport hinaus: Einige ältere Mitglieder beraten anhand eigener Erfahrungen beim Berufseinstieg. So hat sich aus dem Straßenfußball ein kompletter Bildungsansatz entwickelt. Steffi Biester versucht dabei, im Hintergrund zu bleiben und den Jugendlichen einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich ausprobieren können. „Es nützt nichts, Lebensweisheiten zu predigen. Die Jungen und Mädchen müssen erleben, was sie aus eigener Kraft erreichen können, wo ihre Talente liegen. Jeder findet seinen Platz und übernimmt wichtige Aufgaben innerhalb des Vereins“, so Steffi Biester. „Einige Jugendliche haben keinen einzigen Ball gekickt, seit sie dabei sind. Das ist keine Voraussetzung.“

Fairplay im Spiel und im Leben

Was die Straßenfußballer bei KICKFAIR lernen, können sie auch im Alltag umsetzen. Das passiert automatisch, ganz ohne Zwang. Steffi Biester schafft es, die jungen Menschen zu begeistern. „Ich beobachte bei vielen Jugendlichen, dass sie nach ein paar Monaten bei KICKFAIR selbstbewusster werden, ihre Probleme in die Hand nehmen“, sagt die 43-Jährige. Viele Lernmomente ergeben sich aus dem Spiel heraus. Die Straßenfußballer lernen Konflikte zu lösen, Regeln zu definieren und sie einzuhalten. Auch bei der Organisation der Turniere lässt Steffi Biester den Jugendlichen weitestgehend freie Hand. Durch die Vernetzung mit ähnlichen Projekten weltweit haben sie zudem die Möglichkeit, zu reisen und sich mit Jugendlichen aus anderen Ländern auszutauschen. Die einzige gemeinsame Sprache, die die jungen Kicker sprechen, ist dann oft der Sport.

Hoffnung ist das schönste Dankeschön

Für Steffi Biester ist KICKFAIR eine Berufung, sie braucht den Kontakt zu den Jugendlichen. „Ohne sie wäre ich nicht die, die ich bin. Die Kids sagen mir ganz offen und ehrlich, wenn ein Projekt nicht läuft oder sie etwas an mir stört.“ Laut der Stuttgarterin ist KICKFAIR die Erfolgsgeschichte der jungen Straßenfußballer, sie selbst schaffe nur den Rahmen und Perspektiven. Letzteres ist für viele sehr wichtig. „Oft kommen Jugendliche zu uns, die keine Zukunft mehr sehen. Es ist toll, ihnen Hoffnung geben zu können. Sie fühlen sich hier zu Hause“, sagt Steffi Biester. Ein Dankeschön erwartet sie dafür nicht. Die Initiatorin findet Erfüllung in Gesprächen und den vielen Momente der Freude, die sie zu Tränen rühren.

Und dann war da noch...

...Höhenflüge in Hamburg. Mit Berichten über verrückte Aktionen auf der ganzen Welt will Coca-Cola zu spontaner Freundlichkeit im Alltag animieren.


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