In der Schweiz, Belgien und Frankreich ist er schon ein Star, jetzt erobert er Deutschland: Bastian Baker. Der symphatische Musiker und Coach der belgischen Musikshow „The Voice Belgique“ will mit seinen Songs gute Laune verbreiten. Wie lebensfroh ist er selbst? Journey hat mit dem 23-Jährigen den Happiness-Check gemacht.
Bastian Baker kommt ein paar Minuten zu spät zum Interview in einem Berliner Hotel. Dafür strahlt der Ex-Eishockeyprofi über beide Ohren. „Sorry, dass ich zu spät komme. Aber ich war gerade in diesem Burgerladen: Hans im Glück. Super lecker, den musste ich in Ruhe aufessen.“ Der Burger war offensichtlich nicht nur was für den Gaumen, sondern auch fürs Gemüt! Der Sonnyboy erzählt bestens gelaunt und in astreinem Deutsch - „Mein Vater kommt aus dem deutschsprachigen Teil der Schweiz" - über seine Karriere in der Heimat und die ersten Schritte in Deutschland. Hier ist er seit Ende Mai mit seinem Debütalbum „Tomorrow may not be better“ und jeder Menge Gute-Laune-Songs am Start. 
Wir haben Bastian Baker gefragt: Wie lebensfroh bist Du eigentlich?
Fünf Mal Lebensfreude
Es gibt viele Dinge, die uns glücklich machen. Wer das Thema systematischer fassen möchte, kann sich auf fünf Punkte beziehen. Diese fünf „Hauptursachen“ wurden von führenden Wissenschaftlern der Lebensfreude-Forschung im Auftrag des CocaCola Happiness Instituts identifiziert. Deshalb haben wir Bastian Baker einmal zu seinen Glücksbringern befragt. Und das sind Bastian Bakers Gute-Laune-Zutaten:
Lachen: „Ich lache sehr viel, weil ich lustige Leute kenne. Ich bin schon oft vor Lachen fast gestorben. Gestern stand ich mit meinem Manager vor einem Club, weil er rauchen wollte. Drei Besucher dachten, er sei der Türsteher und fragten, ob sie den Ausweis zeigen müssten. Er meinte nur mit ganz finsterer Miene: 'Ja, das müsst ihr', und sie waren total aufgeregt, weil sie ihre Ausweise nicht finden konnten. Darüber habe ich sehr, sehr gelacht.“
Liebe/Freundschaft: „Ich habe sechs oder sieben richtig gute Freunde, noch aus meiner Sportzeit. Wir sind alle ein bisschen verrückt und wir lachen viel zusammen. Liebe ist momentan eher kein Thema für mich. Aber auch die Liebe zur Musik oder Reisen zu meinem Job und Publikum, meiner Familie und meinen Freunden machen mich glücklich.“
Geben/Engagement: „Zu Weihnachten bin ich ein schlechter Schenker. Ich schenke lieber spontan. Wenn ich Fans nachmittags auf der Straße treffe, schenke ich Ihnen Tickets für mein Konzert. Wenn ich höre, dass die Lieblingsband von Freunden ein Konzert gibt, spendiere ich Karten. Solche Sachen mache ich sehr gerne. Aber nicht zu einem festgelegten Datum wie Weihnachten. Da erwarte ich auch keine Geschenke.“
Bewegung/Sport: „Auf Tour ist es gar nicht so einfach, Sport zu treiben. Ich finde es lustig, dass sich mein ganzes Team zu jeder Tournee trotzdem Sportkleidung mitnimmt. Am ersten Tag geht vielleicht noch einer Joggen, am zweiten Tag ist spätestens Schluss. Aber wir bewegen uns natürlich trotzdem. Wir haben immer ein kleines Tischtennis-Spiel dabei. Wir veranstalten Turniere und wer verliert, muss später auf der Bühne etwas ganz Spezielles tragen. Manchmal spiele ich auch Tennis, doch leider sehr selten. Fitness-Studios sind gar nicht mein Ding. Aber auch die Auftritte sind ja Sport. Da bewege ich mich knapp zwei Stunden lang, und am Schluss bin ich erschöpft.“
Musik: „Musik macht glücklich, das habe ich zum ersten Mal erlebt, als ich 'The Show must go on' von Queen gehört habe. Da habe ich gemerkt, wie sehr Musik Emotionen hervorrufen kann. Ich höre spezielle Musik in ganz speziellen Situationen. Wenn ich im Flugzeug sitze, höre ich beim Start zum Beispiel immer 'Plane' von Jason Mraz. Bei Partys höre ich andere Songs am Liebsten. Musik macht Spaß, weckt Erinnerungen, ist einfach super. Mein Song 'Lucky' ist ein gutes Beispiel: Ich wollte ursprünglich einen etwas traurigen Song daraus machen und da meinte meine Mutter lachend: 'Das ist eine positive Melodie, da musst du doch etwas Positives zu schreiben'. Da habe ich gesagt: 'O.k., Mutti':)
Fazit: Für Bastian Baker ist Lebensfreude nicht nur ein Begriff –  Er versprüht sie förmlich. Was er tut, macht ihm Spaß:  spontane Tischtennis-Turniere statt durchgeplante Fitness-Programme. Eine kleine Aufmerksamkeit zwischendurch an Stelle des obligatorischen Weihnachtsgeschenks. Das spricht für eine gesunde Portion Lebensfreude!
Und hier geht’s zu „Lucky“: